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Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Bad Wimpfen

Bad Wimpfenvon Bend Fackler, Feuerwehr Bad Wimpfen

Am Freitag den 26.10.2018 um 19:00 Uhr wurde der Festakt anlässlich des 50 – jährigen Bestehender Jugend­feu­er­wehr Bad Wimpfen, durch die Band Smar­tins mit dem Song „Ain`t no body, loves me better“ im Kur­saal eröffnet.

Nachdem Kom­man­dant Martin Ram­s­perger alle anwe­senden Gäste begrüßt hatte, über­nahm Jens Nising vom SWR die Mode­ra­tion und bat den heu­tigen Ehren­kom­man­danten und damals ersten Jugend­feu­er­wehr­wart Rein­hold Korb auf die Bühne. Er sprach darüber, wie es über­haupt zur Gründung der Jugend­feu­er­wehr kam und dass diese neu gegründete Jugend­feu­er­wehr damals aus 7-8 Jugend­li­chen bestand. Willy Müller, Walter Belzner, Wolf­gang Schnell und Frieder Klenk sind 4 der Jugend­li­chen von damals und erzählten warum sie zur Jugend­feu­er­wehr wollten. Ent­weder war der Vater schon in der Feu­er­wehr, oder waren schon Freunde oder Kum­pels dabei. Willy Müller hin­gegen wollte zur Feu­er­wehr, weil „die immer so schnell sind“.

Als Rein­hold Korb dann von den dama­ligen Übungs­diensten und dem mitt­ler­weile legendären Zelt­la­gern im Forst sprach, wurden bei den 4 Gründungs­mit­glie­dern sehr viele Erin­ne­rungen wach. Auch das Ehren­mit­glied Win­fried Schnell, der eben­falls lange Jahre Jugend­feu­er­wehr­wart war, erin­nert sich gerne an diese Zelt­lager. „Der Pfingst­montag war immer der Besuchstag der Eltern und der Bevölke­rung von Helmhof“. Hierbei stellten die Eltern fest, dass ihre Söhne z.B. Wäsche sparen, indem sie immer noch die glei­chen Socken wie zu Beginn des Zelt­la­gers trugen.

Zum Schluss der ersten Talk­runde berich­tete noch Rein­hold Korb über einen beson­deren Arbeits­ein­satz im Forst. Um die noch heute ste­hende Forsthütte bauen zu können musste eine größere Baum­wurzel ent­fernt werden. Nach reich­li­cher Pla­nung wurde diese Baum­wurzel ein­fach in die Luft gesprengt, und Frieder Klenk sprach noch über seinen ersten Ein­satz beim Dach­stuhl­brand des Geschäfts­haus Eisen Wey­hing. Bürger­meister Claus Brechter betonte die Bedeu­tung und Wich­tig­keit der Feu­er­wehren. Vor allem für Bad Wimpfen mit ihrer his­to­ri­schen Alt­stadt. Wei­terhin bemerkte er das die meisten aktiven Mit­glieder aus der Jugend­feu­er­wehr kommen und dass es ohne das Ehrenamt keine Feu­er­wehr gäbe. Rein­hold Gall, der Vor­sit­zende des Kreis­feu­er­wehr­ver­band und Mit­glied des Land­tags, stellte seine Beweggründe dar, warum er ein Feu­er­wehr­mann geworden ist. Er wollte etwas für das Gemein­wohl tun, hat sich gerne ein­ge­bracht und sah in der Feu­er­wehr einen Sinn fürs Leben. Heiner Schiefer in seiner Funk­tion als stell­ver­tre­tender Kreis­brand­meister sprach über die Auf­gaben der Feu­er­wehren früher und heute. Durch die immer höher wer­dende Gefah­ren­lage ver­zeichnen die Feu­er­wehren stei­gende Ein­satz­zahlen in allen Berei­chen wie Feuer, tech­ni­sche Hil­fe­leis­tungen, Chemie oder Ver­kehrsunfälle. Als Ver­treter der Kreis­ju­gend­feu­er­wehr sagte Dominik Häberlen, das die Feu­er­wehren im Land­kreis mit ihren Jugend­feu­er­wehren gut auf­ge­stellt sind, aber die Nach­wuchs­fin­dung immer schwie­riger wird.

Fabian Lobitz und Jonas Teschler die amtie­renden Jugend­feu­er­wehr­warte der Feu­er­wehr Bad Wimpfen berich­teten über Dienste, Abläufe, wie sie den tech­ni­schen Fort­schritt und die Kame­rad­schaft den Jugend­li­chen ver­mit­teln. Auch Kom­man­dant Martin Ram­s­perger gab einen kurzen Über­blick, über seinen Feu­er­wehr­ein­stieg, seine Zeit in der Jugend­feu­er­wehr und später als Jugend­feu­er­wehr­wart. 90% der aktiven Feu­er­wehr­leute kommen aus der Jugend­feu­er­wehr so Ram­s­perger. Bevor sich Fabian Lobitz und Jonas Teschler bei allen Betei­ligten die im Jubiläumsjahr und bei denen die sie auch sonst unterstützen bedanken konnten wurden beide mit der Ehren­nadel in Silber der Jugend­feu­er­wehren Baden-Württem­berg aus­ge­zeichnet.

Im Anschluss über­reichte noch Bürger­meister Brechter den Jugend­feu­er­wehr­warten eine Holz­tafel anlässlich dieses Jubiläums die von Herrn Dr. Hanno Monauni gestaltet wurde. Nach Ende des offi­zi­ellen Teils, bei einem kleinen Umtrunk und beim Anschauen der aus­ge­stellten Chronik kam so man­chem Gast ein schmun­zeln im Gesicht als er sich auf Fotos von ver­gan­genen Zeiten erkannte.