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Einsatzabteilung vor komplexes Übungsszenario gestellt

Bad Rappenauvon Manuel Günther, Feuerwehr Bad Rappenau

Ein Baum war bei Forst­ar­beiten auf ein Auto gestürzt. Der Fahrer des Fahr­zeuges wurde in seinem Auto ein­ge­klemmt, der Forst­ar­beiter, wel­cher den Baum fällte wurde unter dem Baum ein­ge­klemmt. Vor dieses Sze­nario wurde die Ein­satz­ab­tei­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Rap­penau in ihrer Frei­tagsübung gestellt. Noch auf der Anfahrt verschärfte sich die Lage. Der PKW hatte Feuer gefangen. Der Grup­penführer des ersten Löschfahr­zeuges lies des­halb seinen Angriffs­trupp sofort mit Atem­schutz ausrüsten. Beim Ein­treffen wurde das Feuer schnell mit­tels Schnell­an­griff abgelöscht. Nun konnte die kom­pli­zierte tech­ni­sche Ret­tung beginnen. Der Fahrer war massiv ein­ge­klemmt. Der Dummy, wel­cher den Forst­ar­beiter dar­stellte, war mit den Beinen unter dem Baum­stamm ein­ge­klemmt. Der Baum konnte jedoch nicht ein­fach ange­hoben werden, da sonst der Druck auf das Fahr­zeug, und die darin befin­dende Person zunehmen würde. Des­halb wurde der Baum kurz vor dem Fahr­zeug, mit­hilfe des Stab-Fast Sys­tems gegen wei­tere Bewe­gungen gesi­chert. Auch ein Ret­tungs­zy­linder wurde direkt am Baum ange­setzt, um das Dach des PKWs zu ent­lasten. Danach wurde der Forst­ar­beiter mit­tels Hebe­kissen unter dem Baum­stamm her­vor­ge­rettet. Anschließend wurde zur Ent­las­tung der Baum an der vor­deren Stelle durchgesägt. Danach begann die Ret­tung des Fah­rers. Der Fahrer musste über die Bei­fah­rer­seite gerettet werden. Dort wurden beide Türen, sowie die B-Säule ent­fernt, um genug Platz für die Ret­tung zu schaffen. Anschließend wurde mit­hilfe eines hydrau­li­schen Zylin­ders das Dach des Fahr­zeuges soweit ange­hoben, bis der Dummy ent­klemmt war. Danach wurde mit einem Ret­tungs­brett aus dem Fahr­zeug befreit. Gegen 22 Uhr war die Übung beendet. Direkt im Anschluss wurde das ganze Sze­nario noch­mals durch­ge­spro­chen und bewertet.

Die Übung stellte alle betei­ligten Kräfte vor eine Her­aus­for­de­rung. Jedoch kann immer damit gerechnet werden, dass im Ein­satz­fall die ehren­amt­li­chen Kräfte mit solch kom­pli­zierten tech­ni­schen Ret­tungen kon­fron­tiert werden.

Im Namen der Abtei­lung einen herz­li­chen Dank an Felix Hocher und alle wei­teren Betei­ligten der Übungs­vor­be­rei­tung, die eine realitätsnahe Übung möglich gemacht haben.