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Die Freiwillige Feuerwehr Oedheim feiert ein grandioses Jubiläum und sagt Danke

Oedheimvon Heinz Schmierer, Feuerwehr Oedheim

150 Jahre Frei­wil­lige Feu­er­wehr Oed­heim - die gesamte Gemeinde Oed­heim und viele Gäste und Feu­er­wehr­ka­me­raden feiern zusammen ein großartiges und emo­tio­nales Jubiläum

His­to­ri­scher Fest­umzug Nachdem bis 13.00 Uhr die Mienen aller Betei­ligten wegen des kräftigen Regens noch ver­fins­tert waren, hellten sich diese bis zum Beginn des abso­luten Höhepunkts, dem his­to­ri­schen Fest­umzug, schnell wieder auf, schien doch zum Start­schuss durch die Kano­nenböller des Schützen­ver­eins wieder unein­ge­schränkt die Sonne über Oed­heim.
Dann star­tete der erste große Umzug seit 25 Jahren mit über 50 Gruppen von der Degmarner über die Brun­nen­straße, die Neuenstädter und die Haupt­straße bis zum Fest­platz im Säukies. Vor­neweg unser pfer­de­ge­zo­genes Hydro­phor, der 1880 der Oed­heimer Feu­er­wehr überg­eben wurde und somit über 136 Jahre alt ist. Auf dem Kutsch­bock Man­fred Schiemer und Ger­hard Schmierer, der Trom­peter, in his­to­ri­schen Uni­formen. Mit stolz­ge­schwelter Brust folgte die Oed­heimer Jubiläums­wehr, angeführt von Kom­man­dant Sven Kübler, Bürger­meister Mat­thias Schmitt und Ehren­kom­man­dant Franz Schuster. Die Cho­reo­gra­phie des Umzugs ließ die Spitze des Umzugs von ganz am Ende starten, so dass auch alle Teil­nehmer den Umzug erleben konnten.

Nach der Jugend­feu­er­wehr mit ihren Betreuern folgten unsere aktu­ellen Fahr­zeuge, vom ELW über den SW 1.000, den MTW, das LF 8 mit Hoch­wasser-Anhänger, das HLF mit dem Schlauch­boot und das TLF und stellten somit die inzwi­schen beacht­liche Aus­stat­tung der Oed­heimer Feu­er­wehr vor. Unsere Alters­ab­tei­lung konnte die beiden Alt-Bürger­meister Man­fred Ley und Ulrich Ruoff in ihren Reihen auf­nehmen und wurde vom ersten Oed­heimer Feu­er­wehr­fahr­zeug, dem LF 8 von 1961 begleitet. Dem his­to­ri­schen Bachert-Fahr­zeug sieht man seine inzwi­schen 55 Jahre nicht an. Der Spiel­mannszug Bad Fried­richs­hall wurde begleitet von den Kame­raden aus Fried­richs­hall in his­to­ri­schen Uni­formen.

Die Rat­haus- und Bau­hof­mit­ar­beiter konnten stolz das lange ver­schollen geglaubte und nun wieder strah­lende Rat­haus mit dem Sei­ten­anbau präsen­tieren. Unsere Kame­raden vom His­to­ri­sche Feu­er­wehr­fahr­zeuge Neu­en­stadt e.V. nahmen mit sieben tollen Fahr­zeugen am Umzug teil, an der Spitze ein VW-Käfer, zwei his­to­ri­schen, bul­ligen Dreh­lei­tern aus den 60igern und meh­reren, ebenso kräftigen Magirus-Löschfahr­zeugen.
Auch unsere künftigen Feu­er­wehr­leute ließen es sich nicht nehmen, den Umzug zu berei­chern. Der St. Eli­sa­beth-Kin­der­garten führte ein Schlauch­wagen unserer Wehr aus dem Jahre 1935 mit, zeigte aber auch, dass die Feu­er­wehr 2066 mit der Rakete kommt.

Beson­ders stolz sind wir, dass es gelungen ist, die drei Großobjekte vom Fest­umzug anläßlich der 750-Jahr-Feier 1985 wieder beim Umzug mitführen zu können. Neben dem Rat­haus der Gemeinde ist das der ori­gi­nal­ge­treue Kas­ten­brunnen, der von der Alters­ab­tei­lung saniert und vom his­to­ri­schen Han­omag gezogen, aus vier Rohren Wasser an alle spen­dete, die noch kein Kas­ten­brun­nen­wasser getrunken haben, genial.
Nach unseren schwe­di­schen Gästen, der Volks­tanz­gruppe Letälsgillet und dem Deger­fors Musikkär, folgte dann die sehr schöne, mit vielen ori­gi­nal­ge­treuen Details geschmückte St. Mau­ri­tius-Kirche, die von der Alters­ab­tei­lung der Feu­er­wehr 1985 in mona­te­langer Arbeit erbaut worden war.

Die Mit­glieder des Gewer­be­ver­eins Oed­heim haben die Kirche unter der Lei­tung von Ger­hard Hackel auf­ge­baut und beim Umzug beson­ders tatkräftig und beschwingt begleitet. Das Fahr­zeug des Meravo-Flug­ha­fens mit Fahrer Bernd Hauber und ein TL 16 des Jahr­gangs 1958 aus Bad Fried­richs­hall trieben den Gewer­be­verein an. .

Der Musik­verein Oed­heim, der an diesem Tag beson­ders stark gefor­dert war, sorgte trotzdem mit viel Elan für den nächsten musi­ka­li­schen Glanz­punkt, bevor auch die Schüler der Kocher­tal­schule unser Thema Feu­er­wehr mit Bra­vour besetzten. Viel His­to­ri­sches zeigte der Wein­bau­verein Oed­heim in unserer Wein­bau­ge­meinde, Josef Baum­gart mit Pferd und ein Deutz-Schlepper von 1953 zogen zwei eisen­be­reifte Holz­lei­ter­wagen mit alten Gerätschaften und zeigten so, wie früher und heute der Weinbau betrieben wurde.

Die Kinder des St. Martin-Kin­der­garten ver­traten die Jugend aus Degmarn ebenso wie die Kinder des Don Bosco-Kin­der­gar­tens die Jugend des Neu­dorfs mit lie­be­vollem Elan und krea­tiven Einfällen zum Thema Feu­er­wehr. Hier hoffen wir von der Feu­er­wehr, dass diese Begeis­te­rung für unsere Kin­der­feu­er­wehr anhält. Dann folgten gleich sechs Dreh­lei­tern, den beiden his­to­ri­schen aus Neu­en­stadt folgten die unter­schied­lich alten Lei­tern aus Bad Wimpfen, Bad Fried­richs­hall, Neu­en­stadt und Neckar­sulm. CHO­Rioso und der Lie­der­kranz Oed­heim betei­ligten sich mit Hei­mat­lie­dern sin­gend und mit Fest­wagen am Festzug und sorgten so für tolle Stim­mung.

Der Sperr­fechter-Frei­zeit­park begeis­terte mit dem Thema Cam­ping ebenso wie die Agria-Freunde Oed­heim, die mit ihren lie­be­voll her­ge­rich­teten Klein­fahr­zeugen mit Anhänger für eine tolle Berei­che­rung des Umzugs sorgten. Die Oed­heimer Pfad­finder mit ihrem Zelt­lager konnten ebenso wie die Oed­heimer DLRG, die mit ihrem neuen Ret­tungs­boot künftig noch mehr für die Sicher­heit am und im Wasser sorgen wird, das Publikum begeis­tern. Glanz­punkt der Sport­ver­ei­ni­gung Oed­heim waren neben dem großen Fest­wagen vor allem die Tänze­rinnen der Gar­de­tanz-Gruppe, die mit tollen Tanz­vorführungen auf der Umzugs­straße für viel Applaus beim Publikum sorgten. In ihrer Lieb­lings­farbe Grün mit großen Son­nenhüten sorgten die Gar­ten­freunde Oed­heim für einen beson­deren Blick­fang.
Theater-Spielen auf einem Fest­wagen geht doch nicht. Dass es doch geht, bewies die Thea­ter­gruppe der Oed­heimer Kol­pings­fa­milie, die ein Thea­terstück mit vier Schau­spie­lern beim Festzug aufführte, eben­falls ein Augen­schmaus. Auch die Kinder vom Neu­berg-Kin­der­garten mit ihren Betreue­rinnen ließen es sich nicht nehmen, der Oed­heimer Feu­er­wehr durch die Teil­nahme am Fest­umzug herz­lich zu gra­tu­lieren und dafür Sorge zu tragen, dass alle Alters­klassen am Umzug betei­ligt waren. Beson­ders schön war auch, dass die Fah­nen­schwinger den Spiel­mannszug aus Ils­feld beglei­teten und mit ihren durch die Luft flie­genden Fahnen für tolle Stim­mung sorgten. Die befreun­deten Feu­er­wehr­ka­me­raden aus Wet­ten­berg-Launs­bach in Nord­hessen beschlossen einen her­vor­ra­gend orga­ni­sierten und für große Stim­mung sor­genden Fest­umzug.


Dass ein Fest­umzug auch heute noch so viele Men­schen an die Straßen von Oed­heim lockt, wagten wir in unseren kühnsten Vor­stel­lungen nicht zu erträumen. Denn die große Zuschau­er­ku­lisse war etwas ein­ma­liges und werden alle, die dabei waren, so schnell nicht ver­gessen. Dass diese vielen Zuschauer hinter dem Fest­umzug dann auch noch auf den Fest­platz strömten und das Fest­zelt sowie den Bier­garten restlos füllten, erfüllte alle Feu­er­wehr­leute miit großer Freude. Im Fest­zelt sorgte dann der Musik­verein Ell­hofen für gute Stim­mung. Als der Musik­verein Stein das Zepter über­nahm, herrschte immer noch tolle Stim­mung rund um das Fest­zelt.

Der Große Zap­fen­streich Dann aber wurden hinter dem Kath. Gemein­de­haus die letzten Vor­be­rei­tungen für den letzten Höhepunkt getroffen. Als es dunkel wurde, star­tete ein noch­mals sehr emo­tio­naler Glanz­punkt unseres Jubiläums. Der Große Zap­fen­streich, der nur bei hohen öffent­li­chen Anlässen gezeigt werden kann, sorgte noch­mals für Gänse­haut-Atmosphäre. Unter der Lei­tung von Ger­hard Kupfer aus Bad Fried­richs­hall mar­schierten die Oed­heimer Feu­er­wehr­leute bei den Klängen des Spiel­manns­zugs Bad Fried­richs­hall und dem Musik­verein Neu­denau bei Fackel­schein auf den Fest­platz. Die Sere­nade und wei­tere musi­ka­li­sche High-Lights sowie die deut­sche Natio­nal­hymne bewegten nicht nur die vielen Zuschauer, son­dern auch die betei­ligten Feu­er­wehr­ka­me­raden und Musiker sehr. Als nach dem Auszug des Zap­fen­streichs die Militärmusik ver­stummte, machten sich auch die vielen Besu­cher emo­tional tief bewegt und berührt auf den Heimweg.

So endete ein tolles und tief berührendes Jubiläums­wo­chen­ende anläßlich des 150-jährigen Jubiläums der Freiw. Feu­er­wehr Oed­heim. Von diesen Jubiläums­tagen kann Oed­heim noch viele Jahre zehren. Die Ver­ant­wort­li­chen und alle Feu­er­wehr­ka­me­raden können nun nur noch sehr herz­lich Danke sagen.
Danke an alle, die unser Jubiläum unterstützt und mit­ge­ar­beitet haben. Seien es die Oed­heimer Ver­eine, die so toll bei der Bewir­tung mit­ge­wirkt haben, denn alleine hätten wir dieses Wochen­ende so nicht stemmen können.
Danke für die große Betei­li­gung sowie die tolle Vor­be­rei­tung aller Ver­eine und Gruppen am his­to­ri­schen Fest­umzug.

Danke an alle Feu­er­wehr­ka­me­raden aus den umlie­genden Gemeinden und Städte für die Betei­li­gung am Fest­umzug mit den vielen his­to­ri­schen Fahr­zeugen, für die Teil­nahme am Fest­got­tes­dienst und die Unterstützung bei der Bewir­tung.

Danke an alle Musik­ka­pellen, allen voran der Musik­verein Oed­heim, für die großartige und tolle Stim­mung sowohl im Fest­zelt als auch beim Fest­umzug, aber auch beim Fest­got­tes­dienst gesorgt haben.

Danke an alle Betei­ligten, ob Gemein­de­ver­wal­tung, Betriebe, Kir­chen­ge­meinden und alle Per­sonen, die uns unterstützt haben und dafür Sorge trugen, dass alles so rei­bungslos geklappt hat.

Tief berührt haben wir aber auch zur Kenntnis genommen, dass viele Ver­eine und Orga­ni­sa­tionen die Oed­heimer Feu­er­wehr für die Orga­ni­sa­tion und die Durchführung eines solch schönen Festes gelobt haben. Aber das ist Oed­heim. Wir von der Feu­er­wehr jeden­falls werden diese schönen Tage so schnell nicht ver­gessen!