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Das Miteinander funktioniert gut

Cleebronnvon Gerhard Dubinyi, HSt

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Clee­bronn hat ein gutes Verhältnis zu den Wehren der Nach­bar­schaft. Das wurde einmal mehr beim Feu­er­wehr­fest samt Tag der offenen Tür am Wochen­ende offen­kundig. Zur gemein­samen tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung bei einem simu­lierten Unfall wurden auch die Kame­raden aus Güglingen ein­be­zogen. Gefeiert wurde danach zwei Tage lang bei opti­malem Wetter.

Der „Unfall“ an der Ecke Boten­heimer Weg und Auweg sollte demons­trieren, wie Hand in Hand bei einem echten Unfall vor­ge­gangen wird. Nach der Prüfung, ob die Insassen ansprechbar sind, ging es an die Per­so­nen­ret­tung. „Die Fahr­zeug­sta­bi­li­sie­rung und das vor­sich­tige Ent­fernen der Scheiben gehören hier grundsätzlich dazu. Letzt­lich müssen Erschütte­rungen ver­hin­dert werden. Die größtmögliche Sicher­heit steht im Vor­der­grund“, meinte Kom­man­dant Jörg Schel­len­bauer, der die Aktion kom­men­tierte.

Beob­achter

Die Clee­bronner waren mit zwei Löschfahr­zeugen im Ein­satz. „Bei sol­chen Vorfällen und erfor­der­li­cher tech­ni­scher Hil­fe­leis­tung arbeiten wir immer mit der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Güglingen zusammen“, erläuterte Schel­len­bauer. Diese brachte neben dem Rüstfahr­zeug auch gleich 21 französische Nach­wuchs­feu­er­wehr­leute mit sechs Betreuern aus Auneau mit. Sie sind der­zeit aus Güglin­gens Part­ner­stadt für vier Tage im Zabergäu und ver­folgten inter­es­siert den Ein­satz der beiden Wehren.

Für die Clee­bronner ist die Jugend­feu­er­wehr längst ein wich­tiges Thema. „Am 10.10.2010 wurde die Jugend­feu­er­wehr gegründet, jetzt trägt dies zuneh­mend Früchte“, stellte Bürger­meister Thomas Vogl fest. „Vier von ihnen unterstützen inzwi­schen die Aktiven und absol­vierten bei dem Ein­satz gleich­zeitig ihre letzte Prüfung“, infor­mierte der erste Stell­ver­treter des Kom­man­danten, Jochen Beyl, zufrieden.

Schicht

In Sachen Arbeit sind beim zweitägigen Feu­er­wehr­fest alle im Ein­satz, die verfügbar sind. Selbst der Bürger­meister lässt es sich nicht nehmen, min­des­tens eine Schicht lang an der Kasse zu sitzen.

Thomas Vogl ist stolz, in seiner Gemeinde eine solche Truppe zu haben, die der­zeit 36 Aktive und 16 Jugend­liche zählt, dar­unter drei Mädels. „Gerade in Sachen weib­liche Mit­glieder sind wir unter­repräsen­tiert“, meinte Vogl. Quer­ein­steiger gebe es hier kaum, des­halb sei die Wehrführung bestrebt, eine Stei­ge­rung des Frau­en­an­teils über die Jugend zu errei­chen.

Rege­lung

Klar gere­gelt ist bei den Einsätzen, dass bei Unfällen die Clee­bronner mit den Kame­raden aus Güglingen zusam­men­ar­beiten, bei Brand­einsätzen dagegen mit Bra­cken­heim koope­riert wird. „Alles hat erneut her­vor­ra­gend geklappt“, meinte am Ende der Übung Kom­man­dant Schel­len­bauer. Wünschen würde er sich aller­dings eine etwas bes­sere Tages­verfügbar­keit. Dies sei jedoch nicht nur ein Pro­blem in Clee­bronn, son­dern im ländli­chen Raum all­ge­mein. Er bekomme gerade eine Mann­schaft zusammen, die in sechs Minuten ein­satz­be­reit sei.

Eine wei­tere Ein­satzübung zeigte die Clee­bronner Jugend­feu­er­wehr am Sonntag. Sie musste eine Person unter einem Auto retten.

Auf­ge­spielt hatten am Sonntag zunächst die Jugend und dann das Orchester des Musik­ver­eins Clee­bronn. Vor allem für die jüngeren Besu­cher kam Clown Olli. Er begeis­terte die Kinder mit Mal­wett­be­werb und spe­zi­ellem Pro­gramm.

Bild: Übung bei simu­liertem Ver­kehrs­un­fall: Zwei Frei­wil­lige Feu­er­wehren, aus Clee­bronn und Güglingen, arbei­teten beim Ret­tungs­ein­satz Hand in Hand. (Foto: Ger­hard Dubinyi)