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Brand in der Lauffener Rathausburg

Lauffen a.N.von Michael Kenngott, Feuerwehr Lauffen a.N.

In den Abend­stunden des 22.08. wurde die Feu­er­wehr Lauffen im Rahmen einer Ein­satzübung zu einem Brand in der Lauf­fener Rat­haus­burg mit zwei ver­missten Per­sonen alar­miert.

Weil das Rat­haus nur mit einer internen Brand­mel­de­an­lage aus­ge­stattet ist, verständigte ein städti­scher Mit­ar­beiter, nach ein­ge­lau­fenem Alarm und erster Kon­trolle unmit­telbar über Notruf 112 die Feu­er­wehr.

Für den alar­mierten Löschzug gestaltet sich die Ein­satztätig­keit etwas schwie­riger als sonst, da die Rat­haus­burg auf der Vogel­insel zwi­schen Altem Neckar und Schiff­fahrts­kanal liegt und hier als Zufahrt nur eine ein­spurig befahr­bare und auf eine zulässige Nutz­last von 6 Tonnen begrenzte Brücke führt. Ein direktes Anfahren mit den Großfahr­zeugen oder der Ein­satz der Dreh­leiter scheiden somit aus. Weiter kommt erschwe­rend hinzu, dass es sich beim Rat­haus um ein his­to­ri­sches Gebäude mit ver­git­terten Fens­tern im Erd­ge­schoss und einer ver­win­kelten Bau­weise han­delt.

Beim Ein­treffen an der Rat­haus­burg wurde Ein­satz­leiter René Irion bereits vom städti­schen Mit­ar­beiter emp­fangen und von diesem über eine Brand­aus­bruch im 1. Ober­ge­schoss und über die zwei noch im Gebäude ver­missten Kol­legen infor­miert, welche sich noch im 1. und 2. Ober­schoss auf­halten müssten.

Schnell ver­an­lasste Ein­satz­leiter Irion den Aufbau einer Löschwas­ser­ver­sor­gung über die Brücke und die Per­so­nen­suche im Rat­hausgebäude. Da ein Mit­ar­beiter im Dach­ge­schoss laut­hals auf sich auf­merksam machte, sollte eine Per­so­nen­ret­tung mit der Schieb­leiter über den auf dem Dach instal­lierten Flucht­balkon erfolgen. Dieser Flucht­balkon wurde vor einigen Jahren als zweiter Ret­tungsweg auf das Rat­haus­dach gebaut. Mit Unterstützung konnte der städti­sche Mit­ar­beiter, gesi­chert durch die Feu­er­wehr, selbst unver­letzt die Leiter hin­ab­steigen, wo er bis zum Ein­treffen des Ret­tungs­dienstes betreut worden ist.

Durch zwei Trupps unter Atem­schutz erfolgte zeit­gleich die Per­so­nen­suche im Rat­hausgebäude. Durch die im Rat­haus ver­bauten Brand­ab­schnittstüren, welche sich bei Alarm­auslösung vor­schriftsmäßig geschlossen hatten, wurde die Rauch­aus­brei­tung im Gebäude relativ ein­ge­grenzt. Obli­ga­to­risch erfolgte zudem eine Über­druckbelüftung des Gebäudes. Schnell konnte in einem Büroraum eine bewußtlose Person auf­ge­funden werden, welche unmit­telbar aus dem Gebäude ver­bracht und an den Ret­tungs­dienst überg­eben wurde. In einem wei­teren Raum konnte dann ein Kopierer fest­ge­stellt werden, wel­cher offenbar in Folge eines tech­ni­schen Defekts in Brand geraten ist.

Nach dem Ablöschen des defekten Kopie­rers verkündete Ein­satz­leiter Irion dann Ein­satz­ende. Anschließend hatten die Ein­satzkräfte noch die Möglich­keit, sich unter ent­spannten Bedin­gungen ein Bild von der Örtlich­keit und den räumli­chen Bedin­gungen zu machen.