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Baustart von Feuerwache und Heizkraftwerk in Bad Friedrichshall

Bad Friedrichshallvon Katharina Müller, HSt

Im Areal „Obere Fundel“ in Bad Fried­richs­hall geht es jetzt mit ersten Hoch­bau­ar­beiten los. Par­allel laufen die Gra­bungen, bei denen bis zu 28 Archäologen im Ein­satz sind.

Dort, wo jetzt noch ein Hügel zwi­schen der pro­vi­so­ri­schen Bau­straße und der gesperrten Kreis­straße im Gebiet „Obere Fundel“ auf­geschüttet ist, steht etwa in einem Jahr eine neue Feu­er­wache und ein Gebäude mit Block­heiz­kraft­werk. Dass die Arbeiten für die Ausrücke­wache Süd jetzt begonnen haben und vor allem, dass ein spe­zi­eller Übungs­turm noch im Budget war, freute Bad Fried­richs­halls Kom­man­dant Marcel Vogt bei einem Orts­termin. Dieser fand anstelle eines Spa­ten­stichs statt, der in größerem Rahmen laut Bürger­meister Timo Frey der­zeit nicht möglich sei.

Schnel­lig­keit zählt

Der Bau der neuen Wache ist nötig, damit die Feu­er­wehr schneller zu Einsätzen in Kochen­dorf Süd und Plat­ten­wald ausrücken kann als bisher. Rund 20 Kame­raden der Abtei­lung Bad Fried­richs­hall - die neue Wache ist ins­ge­samt auf 27 Per­sonen aus­ge­legt - werden bei bestimmten Einsätzen künftig direkt zur Ausrücke­wache Süd gerufen. Dort sind dann zwei Löschfahr­zeuge und ein Mann­schafts­trans­port­wagen aus dem bis­he­rigen Fuhr­park sta­tio­niert, berich­tete Bürger­meister Frey. Im Neubau sind neben der Fahr­zeug­halle, Umkleiden, Sanitärräume und ein kleiner Auf­ent­halts- und Funk­raum geplant - keine Schu­lungsräume oder Küche.

Kame­rad­schaft im Feu­er­wehr­haus

Alles Kame­rad­schaft­liche soll wei­terhin im Feu­er­wehr­haus in der Jagst­felder Straße statt­finden - außer Übungen. Das Grundstück in der „Oberen Fundel“ ist rund 1200 Qua­drat­meter groß und bietet viel Platz für den Übungs­be­trieb der Feu­er­wehr. „Wir haben hier eine relativ freie Fläche und stören keine Nach­barn“, sagte Kom­man­dant Vogt. Zudem bietet der Übungs­turm seiner Mann­schaft ganz neue Möglich­keiten.

Was nun noch aus­ge­ar­beitet werden müsse, bevor die Ausrücke­wache Süd nächstes Jahr in Betrieb geht, ist die Alarm- und Ausrücke­ord­nung, damit eine gezielte Alar­mie­rung der Feu­er­wehr­leute in die neue Wache erfolgen kann. Ansonsten ent­stehe für die Feu­er­wehr kein großer Auf­wand, erläuterte Vogt. „Die Leute sind aus­ge­bildet, die Fahr­zeuge sind da, wir könnten auch jetzt schon los­legen.“

Auf dem Gelände der Ausrücke­wache ent­steht zudem ein Block­heiz­kraft­werk, das die Feu­er­wehr, das Wohn­ge­biet an der Amor­ba­cher Straße und zwei Gewer­be­grundstücke ver­sorgen wird. Für den IT-Pro­jekt-Campus lässt die Schwarz-Gruppe eine eigene Ener­gie­zen­trale bauen, so Frey. Apropos Pro­jekt-Campus: Für diesen bedeutet die Feu­er­wache in der direkten Nach­bar­schaft eben­falls einen Vor­teil, stellte der Bürger­meister fest. Für die Wache und das Block­heiz­kraft­werk inklu­sive Bau­ne­ben­kosten fallen Kosten von rund einer Mil­lion Euro an. Die Stadt wird bei der Inves­ti­tionen durch Förder­mittel in Höhe von rund 190.000 Euro unterstützt. 90 Pro­zent aller Gewerke sind auch bereits ver­geben, berich­tete Frey. So dass er, was die Kosten angehe, keine Über­ra­schungen mehr erwarte.

Vier Gra­bungs­teams

Par­allel zum Bau der Ausrücke­wache werden die wei­teren archäolo­gi­schen Gra­bungen in der „Oberen Fundel“ vor­be­reitet. In der kom­menden Woche beginnt die Ein­rich­tung der Bau­stelle, 25 Con­tainer werden dort plat­ziert, berich­tete Bau­amts­leiter Enno Loose. Im Dezember rücke dann die Haupt­mann­schaft an. Ins­ge­samt seien vier Gra­bungs­team mit 25 bis 28 Archäologen im Ein­satz. Vor­rang hat die Trasse der neuen Kreis­straße, sagte Loose. Sie diene später als Zufahrt zur Bau­stelle des Pro­jekt-Campus„. Die Ret­tungs­gra­bungen sollen bis Mai 2021 abge­schlossen sein.