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Angehende Feuerwehrtaucher üben den "Ernstfall"

Es sieht erschre­ckend echt aus, ges­tern Vor­mittag um 10 Uhr am DLRG-Heim an der Erwin-Fuchs-Brücke. Sirenen sind zu hören, wenig später eilen meh­rere Feu­er­wehr-Fahr­zeuge mit Blau­licht ans Neckar­ufer.

Dass es sich um eine Übung han­delt, ahnen die her­bei­ge­ru­fenen Feu­er­wehr­leute zu diesem Zeit­punkt noch nicht. Sie sind Feu­er­wehrmänner, die im ver­gan­genen Jahr ihre Aus­bil­dung begonnen haben und nun zusätzlich in einem Zeit­raum von zehn Wochen zu Tau­chern aus­ge­bildet werden. „Sie wissen von nichts“, sagt der Leiter des Tauch­we­sens Markus Wid­mann, der die Tauchschüler per Funk her­bei­ge­rufen hatte.

Ein Auto samt Insassen sei in den Neckar gestürzt und bis auf den Grund gesunken, so der kurze Lage­be­richt der ein­ge­weihten Poli­zei­be­amten vom Was­ser­schutz, die bereits am Unglücksort auf die Feu­er­wehr­leute warten.

Dann geht alles ganz schnell: Meh­rere Tau­cher gehen ins Wasser und suchen in Halb­kreisen den Grund des Neckars ab, bis ein Such­erfolg ver­meldet werden kann. Bereits nach kurzer Zeit kann die Übungs­puppe erfolg­reich aus dem Fahr­zeug befreit und am Ufer ver­sorgt werden. „Die Person konnte wie­der­be­lebt werden“, meldet die Aus­bil­dungs­gruppe. Anschließend wird das rote Fahr­zeug, das die Feu­er­wehr am Vortag an selber Stelle ver­senkt hatte, per Seil­winde ans Ufer gezogen und dann mit dem Feu­er­wehr­kran aus dem Neckar gehoben.

„Es ist alles sehr gut gelaufen“, zeigt sich Feu­er­wehr-Spre­cher Jürgen Vogt im Anschluss zufrieden. Bei der Per­so­nen­ret­tung gehe es natürlich vor allem um Zeit, bei der Ber­gung hin­gegen vor­rangig um die Sicher­heit. Mit Alarmübungen wie dieser könne man den Ernst­fall am besten simu­lieren. „Man hat den Tauchschülern den Stress schon ange­merkt“, sagt Vogt. Dass sich keine echten Per­sonen im Fahr­zeug befanden, habe der Tau­cher wohl erst beim Auf­finden der Übungs­puppe bemerkt.

Übungen wie diese sind fester Bestand­teil der Aus­bil­dung zum Feu­er­wehr­tau­cher. Min­des­tens 50 Tauchgänge in ver­schie­denen Tiefen benötige jeder Schüler. Die eigent­liche Prüfung zum Feu­er­wehr­tau­cher findet in der kom­menden Woche statt.

Marius Ritter/ Stadt Heil­bronn Pres­se­stelle