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Aller Ehren wert - Helmut Schön aus Treschklingen soll eine Auszeichnung des Kreisfeuerwehrverbands erhalten

Bad Rappenauvon NicoleTheuer, HSt

Er trägt einen berühmten Namen, der für eine Fußballer-Kar­riere prädesti­niert wäre: Helmut Schön. Doch anders als der berühmte Alt­bun­des­trainer Helmut Schön, bekannt geworden als „der Mann mit der Mütze“, ent­schied sich sein Tresch­klinger Namens­vetter für eine Lauf­bahn bei der Feu­er­wehr.

Ein Vier­tel­jah­rundert lang beklei­dete der „Rap­pen­auer“ Helmut Schön das Amt des Abtei­lungs­kom­man­danten, war neun Jahre Kas­sen­ver­walter des Son­der­vermögens der Feu­er­wehr Bad Rap­penau, leitet seit 2010 die Alters­ab­tei­lung in Tresch­klingen und in der Abtei­lung Süd.

Zudem fun­giert er seit 2013 als Leiter der Alters­ab­tei­lung der Feu­er­wehr Bad Rap­penau und ist seit diesem Zeit­punkt stell­ver­tre­tender Obmann der Alters­mann­schaft des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes.

Fußballfan Und, wie es sich für den Träger eines solch berühmten Namens gehört, ist Schön auch fußball­be­geis­tert, nennt eine Dau­er­karte beim Bun­des­li­gisten TSG 1899 Hof­fen­heim sein Eigen, ist Gründungs­mit­glied des Förder­ver­eins und Mit­begründer der Alten Herren des SV Tresch­klingen, bei dem er seit 1971 Mit­glied ist. Dort wurde er zum Ehren­mit­glied ernannt und ist der erste und bis­lang ein­zige Sta­di­on­spre­cher im Kirch­berg­sta­dion.

Die Liste der ehren­amt­li­chen Tätig­keiten des 71-Jährigen gebürtigen Diedes­hei­mers ist lang und aller Ehren wert. Des­halb war geplant, dass Schön bei der Jah­res­haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Rap­penau die Ehren­nadel des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Heil­bronn erhalten sollte.

Doch die Coro­na­virus-Pan­demie machte dem einen Strich durch die Rech­nung, die Ver­samm­lung musste ver­schoben werden. Ob sie in diesem Jahr nach­ge­holt wird, ist frag­lich. Die Freude ist trotzdem groß, wenn­gleich Schön nicht viele Worte macht.

Schön war 1970 nach seiner Heirat nach Tresch­klingen gezogen. „Karl Fei­er­abend, mein Vorgänger, war mein Schwie­ger­vater“, erzählt er, „und ich kann mich noch gut erin­nern, wie der dama­lige Kreis­brand­meister aus Sins­heim einmal im Jahr in Uni­form zu Besuch kam.“ Den Grund hatte er schnell her­aus­ge­funden: die jährliche Übung, die im Vor­feld nicht an die große Glocke gehängt wurde. „Wenn ich gesehen habe, dass der Kreis­brand­meister in Uni­form kommt, wusste ich, dass bald die Alar­mie­rung kommt.“

Fami­li­en­sache Als sein Schwie­ger­vater alters­be­dingt die Lei­tung der Abtei­lung abgeben musste, sprang Schön in die Bre­sche. „Als ich gewählt wurde, waren der dama­lige Kreis­brand­meister Anton Peco­roni, Bürger­meister Gerd Zim­mer­mann und Kom­man­dant Wil­helm Bödinger anwe­send, denn bei der ersten Ver­samm­lung konnte die Wahl nicht durchgeführt werden.“ Erst in der Ver­samm­lung hatte sich her­aus­ge­stellt, dass Fei­er­abend aus Altersgründen auf eine Wie­der­wahl ver­zichten musste und die Wehrmänner hatten aus Pro­test ihre Betei­li­gung an einer Wahl abge­lehnt.

So rückte Schön, damals im zweiten Jahr Stell­ver­treter des Schwie­ger­va­ters, nach. 25 Jahre später später legte er das Amt in jüngere Hände und wurde um seine Ver­dienste zum Ehren­ab­tei­lungs­kom­man­danten der Abtei­lung Süd ernannt.

In Schöns Dienst­zeit fei­erte die Abtei­lung Tresch­klingen ihr 50. Bestehen, die Jugend­feu­er­wehr ihr 25. Jubiläum. Eines seiner High­lights: „die Betei­li­gung an der Pla­nung des Bürger­zen­trums in der Tresch­klinger Orts­mitte, wo wir bis zur Fusion der Abtei­lungen Bon­feld, Fürfeld und Tresch­klingen unser Domizil hatten.“