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Wohnhaus vor Flammen geschützt

Bad Wimpfenvon Rudolf Landauer, HSt

Durch das beherzte und rasche Ein­greifen der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Wimpfen und der Werks­feu­er­wehr der Firma Solvay wurde ges­tern vor­mittag ein größerer Schaden an einem land­wirt­schaft­li­chen Anwesen in Bad Wimpfen-Hohen­stadt ver­hin­dert.

Um 8.25 Uhr erhielt die Feu­er­wehr der Stau­fer­stadt ges­tern den Alarm von der Leit­stelle Heil­bronn für den Ein­satzort unmit­telbar am Orts­rand der Teil­ge­meinde Hohen­stadt. Seinem Namen alle Ehre machend, raste bereits eine Minute später der stell­ver­tre­tende Kom­man­dant Win­fried Schnell zur Brand­stelle, um sich einen Ein­druck von der Situa­tion zu machen.

Auf der Ost­seite des land­wirt­schaft­li­chen Anwe­sens schlugen hef­tige Flammen aus dem Scheu­nen­be­reich und drohten wei­tere Teile des großen Hofes zu errei­chen. In wenigen Minuten waren 25 Mann der Feu­er­wehren der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Wimpfen und der Werks­feu­er­wehr der Firma Solvay an der Brand­stelle und bekämpften ohne jeg­liche Zeit­verzögerung das sich aus­brei­tende Feuer.

Zudem stand der Wind ges­tern vor­mittag äußerst ungünstig und zwar in Rich­tung der Haupt- und Wohngebäude. Stadt­kom­man­dant Rein­hold Korb lei­tete den Ein­satz, bei dem sich erneut das bewährte Zusam­men­wirken von Wimp­fens frei­wil­liger Feu­er­wehr und der Werks­feu­er­wehr Solvay Fluor Deri­vate her­aus­stellte.

Sein Stell­ver­treter Win­fried Schnell: "Wenn wir nur wenige Minuten später gekommen wären, dann hätte hier ein Großfeuer gebrannt, das tro­ckene Holz und das Stroh in der Scheune brannten wie Zunder."

Ein wei­terer Glücks­fall war, dass der betrof­fene Eigentümer Jürgen Spei­cher selber Feu­er­wehr­mann ist und als Was­ser­meister bei der Stadt beschäftigt ist. Er war zum Zeit­punkt des Brand­aus­bruchs zu Hause und alar­mierte die Feu­er­wehr selber, als er den Brand bemerkte.

Eben­falls daheim und gerade beim Frühstück, war der neu gewählte Bürger­meister von Eber­stadt, Timo Frey. Sein bestri­chenes Brötchen schmiss der aktive Feu­er­wehr­mann weg und raste zum Gerätehaus, um seinen Kame­raden bei der Brandbekämpfung zu helfen.

Unmit­telbar nach ihrem Ein­treffen machten sich die Feu­er­wehr­leute an die Ret­tung zahl­rei­cher Tiere, die sich in den Ställen unter der bren­nenden Scheune befanden. Alles Klein­vieh konnte von der Feu­er­wehr gerettet werden. Ziegen, Hasen, Hühner, Enten und Gänse wurden ins Freie gebracht und bekamen in einem Frei­ge­hege vorrüber­ge­hend Asyl.

"Die wollten zunächst gar nicht heraus aus ihrem Stall und in ihrem gewohnten Stall bleiben", berich­tete Win­fried Schnell, der zusammen mit Kom­man­dant Rein­hold Korb sicht­lich froh darüber war, dass sie die Tiere retten konnten und einen größeren Schaden ver­hin­dert haben. Wegen der starken Rauch­ent­wick­lung mussten die Wehren schweres Atem­schutzgerät ein­setzen.

Die zusätzlich aus Neckar­sulm angerückten Feu­er­wehr­kol­legen mussten mit ihrem Löschfahr­zeug und der Dreh­leiter nur noch kurz­fristig aus­helfen.