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Wo ist der Feuerlöscher, und wie bedient man das Ding?

Bad Rappenauvon Rudolf Landauer, HSt

Zu einem Grill­fest und gleich­zei­tigem Tag der offenen Tür im Gerätehaus lud die Abtei­lungs­wehr Bon­feld der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Rap­penau ein.

Grillen und Feuer sind eng mit­ein­ander ver­wandt, denn immer wieder kommt es dabei auch zu Bränden, wissen die Blauröcke. Für den Abtei­lungs­kom­man­danten Axel Klum­bach Anlass genug, beim Grill­fest den vor­beu­genden Brand­schutz mit ein­zu­be­ziehen.

Brennt es nämlich tatsächlich mal, bricht meist Hektik bei den Betrof­fenen aus: "Wo ist denn eigent­lich der Feuerlöscher?" Ist das Gerät dann end­lich irgendwo in einer Kel­le­recke gefunden, taucht die nächste Frage auf: "Wie bedient man das Ding eigent­lich?"

Eine Frau räumte ein: "Unser Feuerlöscher hängt schon seit sechs Jahren an der Wand, noch nie­mand hat sich in der Zeit darum gekümmert." Für Axel Klum­bach ein unter Umständen gefährli­cher Zustand, weil das Gerät viel­leicht nicht mehr funk­ti­onstüchtig ist.

Die Bon­felder Blauröcke demons­trierten den rich­tigen Umgang mit den Feuerlöschern. Eigens dazu hatten sie ein Feuerlösch-Trai­ningsgerät der Firma Total enga­giert.

"Wir hätten uns aller­dings etwas mehr Inter­esse bei der Bevölke­rung für diese Aktion gewünscht", meinte Axel Klum­bach. Dafür war das Inter­esse am Grill­fest umso größer.

Unter den zahl­rei­chen Gästen am Feu­er­wehrgerätehaus in der Orts­mitte waren auch Bürger­meister Hans Heri­bert Blättgen und seine Gattin. Die Bon­felder Wehr präsen­tierte ihre gesamten Gerätschaften und Fahr­zeuge und machte dadurch auch deut­lich, dass der Brand­schutz in Bon­feld gewährleistet ist.

Die Abtei­lungs­wehr zählt nämlich stolze 33 aktive Feu­er­wehrmänner und mit Tanja Exner eine Feu­er­wehr­frau. Nicht ohne Stolz ver­wies Axel Klum­bach darauf, dass Bon­feld bereits seit dem Jahr 1968 eine Jugend­feu­er­wehr hat.

Fast alle jet­zigen Aktiven kommen aus dieser Gruppe. Die 15-köpfige Alters­ab­tei­lung sei schließlich ein Beweis, dass die Blauröcke der FFW die Treue halten.

Treue Gäste hatten die Bon­felder auch durch Feu­er­wehr­ka­me­raden aus der Nach­bar­schaft. Es ist nämlich gerne gepflegte Tra­di­tion bei der Feu­er­wehr, Feste des Nach­barn mit einer Dele­ga­tion zu besu­chen.

So fanden am Wochen­ende Feu­er­wehr­frauen und Männer aus der Kern­stadt Rap­penau, aus Bad Wimpfen, Biberach, Kirch­hausen, Fürfeld und Tresch­klingen den Weg nach Bon­feld.

Diesen Besu­chen misst die Feu­er­wehr große Bedeu­tung zu, denn es kann durchaus der Fall ein­treten, dass diese Wehren unver­mit­telt und unvor­her­sehbar bei einem Großein­satz zusammen wirken müssen. Die Feu­er­wehren am Bodensee haben diese Situa­tion gerade aktuell erlebt.