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Wenn Helfer an Grenzen stoßen

Obersulmvon Gustav Döttling, HSt

Die Ober­sulmer Feu­er­wehr sucht den Dialog mit den Bürgern, die sie schützen soll. Kom­man­dant Reiner Frisch hatte Repräsen­tanten aus Wirt­schaft und Gewerbe, aus Handel und Dienst­leis­tung, aus Sport und Kultur, aus dem Sozial und Jugend­be­reich und sons­tigen ehren­amt­li­chen Orga­ni­sa­tionen gezielt zum Gespräch und zum Erfah­rungs­aus­tausch in das Feu­er­wehrgerätehaus nach Ober­sulm-Wills­bach ein­ge­laden.

Das Ziel der ersten Ober­sulmer Ver­an­stal­tung dieser Art war die Sen­si­bi­li­sie­rung der Bevölke­rung für die Belange der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr, die damit ver­bun­dene ehren­amt­liche Tätig­keit und gegen­sei­tige Infor­ma­tion.

Ein bemer­kens­wertes Einführungs­re­ferat zum Thema "Feu­er­wehr und ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment" hielt Pfarrer Helmut Krause. Um Anre­gungen für Gespräche zu geben, rief er den Ver­tre­tern aus Wirt­schaft und Gesell­schaft ins Gedächtnis, was ehren­amt­liche Tätig­keit im Zusam­men­hang mit der "frei­wil­ligen" Feu­er­wehr bedeutet.

Nach einem kleinen Imbiss, den die Feu­er­wehr vor­be­reitet hatte, infor­mierten sich die Bürge­rinnen und Bürger an sechs Infoständen bei den Refe­rats­lei­tern über die Tätig­keit in den ein­zelnen Refe­raten der Ober­sulmer Feu­er­wehr.

Vorführungen ver­schie­dener Spe­zi­al­ausrüstungen (Hit­ze­schutzanzüge, Atem­schutz, Che­mi­ka­li­en­schutz ) ergänzten das Infor­ma­ti­ons­an­gebot. Andreas Fench für das Referat Öffent­lich­keits­ar­beit, Holger Herdeg für das Referat vor­beu­gender Brand­schutz, Michael Schep­perle für den Bereich Aus­bil­dung, Ger­hard Schenk für das Referat Sicher­heit, Tho­ralf Ehrle für das Referat Abweh­render Brand­schutz und Hardy Hil­gert für die Jugend­feu­er­wehr standen an den sorgfältig auf­ge­bauten Infoständen in der Fahr­zeug­halle Rede und Ant­wort.

Wie Ober­brand­meister Rein­hold Gall ausführte, gibt es meh­rere Bereiche, die der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Pro­bleme bereiten. Tech­ni­scher Fort­schritt, gestie­gene zeit­liche Inan­spruch­nahme durch erhöhten Übungs­be­darf, feh­lender Nach­wuchs und oft­mals Unverständnis in Betrieben, wenn ein Mit­ar­beiter zum Ein­satz gerufen wird, lassen die frei­wil­ligen Helfer an die Grenzen der Ehren­amt­lich­keit stoßen.

Die her­vor­ra­gende Präsen­ta­tion und Infor­ma­tion der Ober­sulmer Feu­er­wehr bei ihrer ersten "Dialog-Ver­an­stal­tung" hätte eine bes­sere Reso­nanz ver­dient gehabt. Die Feu­er­wehr ist bei ihrer Arbeit auf das Verständnis der Men­schen ange­wiesen.

Des­halb lassen sich Reiner Frisch und seine Kame­raden von der Ober­sulmer Feu­er­wehr auch nicht ent­mu­tigen. Der Anfang zum Gespräch mit den Bürgern ist gemacht.