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Vollbad fehlte bei Putzaktion nicht

Obersulmvon Gustav Döttling, HSt

Die Umwelt schützen und dabei noch Spaß haben, so haben sich die Ver­ant­wort­li­chen bei der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Ober­sulm und bei der Ober­sulmer Orts­gruppe des Natur­schutz­bundes ihre jährliche Putz­ak­tion der Sulm gedacht.

An „Erfolgs­er­leb­nissen“ man­gelte es den 16 Jugend­feu­er­wehr­lern und den neun frei­wil­ligen Hel­fern des Nabu (Bund für Umwelt und Natur­schutz) am Samstag nicht. In ihrer dreistündigen „Sulm-Putzete “-Aktion rei­nigten sie die Uferböschungen und das Bach­bett auf einem 2,5 Kilo­meter langen Teilstück zwi­schen der Katho­li­schen Kirche und dem Feu­er­wehr­ma­gazin in Wills­bach. Am Ende hatten sie einen Con­tainer mit zwölf Kubik­me­tern Fas­sungs­vermögen zu zwei Drit­teln mit Müll gefüllt.

Punkt 13 Uhr hatten sich die frei­wil­ligen Helfer am Feu­er­wehr­ma­gazin in Wills­bach getroffen. Ger­hard Hohl vom Nabu hatte seinen Traktor mit Anhänger, dazu Gabeln, Hacken und Schau­feln mit­ge­bracht.

Die Jugend­feu­er­wehr holte ihr Arbeitsgerät aus dem Feu­er­wehr­ma­gazin. Schnell hatte Ulrich Hart­mann, Vor­sit­zender der Nabu Orts­gruppe Ober­sulm und Wills­ba­cher Orts­vor­steher, vier Gruppen ein­ge­teilt und an die Helfer Müllsäcke für den Unrat ver­teilt.

Zwei Gruppen machten sich in Höhe des Feu­er­wehr­ma­ga­zins an die Arbeit. Zwei andere fuhren mit dem Feu­er­wehr­auto zur Katho­li­schen Kirche und begannen dort mit der Putz­ak­tion.

Treff­punkt der vier Gruppen sollte der Con­tainer auf dem Park­platz an der Hof­wie­sen­halle sein. Unmengen von Plas­tik­fetzen, Papier, Dosen, Fla­schen, Eter­nit­platten, ein Wasch­ma­schi­nentürchen, Türklinken, Reifen, Kochtöpfe, eine ver­ros­tete Rad­felge, Metall­teile, sogar ein aus­ge­brannter Kau­gum­mi­au­tomat gehörten zur „Beute“ der Truppe.

Beson­ders der Nach­wuchs der Feu­er­wehr und die vier Kie­bitze (Nach­wuchs­or­ga­ni­sa­tion des Nabu) hatten ihren Spaß und ihre Erfolgs­er­leb­nisse, auch wenn es oft mühselig war am unzugängli­chen Ufer oder im Bach­bett den Müll zu holen. „In meinen Stie­feln schwimmt alles“: Chris­tine Stre­cker von den Kie­bitzen war nicht die ein­zige, der das Wasser der Sulm in die Stiefel lief. Dominik von der Jugend­feu­er­wehr rutschte an einer unzugängli­chen Ufer­stelle ab und nahm ein unfrei­wil­liges Vollbad.

Beim Abschlus­sessen mit Wurst, Brötchen und Getränken im Feu­er­wehr­ma­gazin waren aber alle wieder tro­cken. Drei­zehn Jahre ist die gemein­same Sulm­putz­ak­tion von Nabu und Feu­er­wehr alt. „Jedes Jahr wird ein anderer Abschnitt geputzt, dann ist ein Jahr Pause“, erläutert Ulrich Hart­mann die Stra­tegie. Inzwi­schen sind Sulm und Ufer viel sau­berer geworden, den­noch schwemmt das Hoch­wasser jedes Jahr Unrat an.