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Verein kümmert sich um Oldies

von Ulrike Kieser-Hess, HSt

Dem Salemer Mark­grafen von Baden hat es Scho­zach zu ver­danken, dass es seit kurzem einen His­to­ri­schen Feu­er­wehr­verein hat. Die Teil­nahme an den vom Grafen aus­ge­rich­teten Wettkämpfen für his­to­ri­sche Hand­druck­spritzen hat die Wehrmänner auf die Idee gebracht, his­to­ri­sche Geräte zu sam­meln und zu erhalten.

Seit 1863 gibt es die Scho­z­a­cher Feu­er­wehr. Im Gründungs­jahr als „ Feu­er­rotte mit tüchtigen und zuverlässigen Männern“ beschrieben, erfüllen die heute 22 Mit­glieder des Zuges der Ils­felder Feu­er­wehr immer noch diese Eigen­schaften.

Im Feu­er­wehr­haus steht ein rotes Löschfahr­zeug LF8, dessen Vorgänger man im kleinen, aber feinen Scho­z­a­cher Feu­er­wehr­mu­seum im Heerweg besich­tigen kann. In jah­re­langer Klein­ar­beit haben die Wehrmänner lie­be­voll ihre Samm­lung restau­riert und gepflegt und stellen sie in dem Schuppen, dem sie die Haus­nummer 112 gegeben haben, aus.

„Min­des­tens 1000 Stunden Arbeit“ hat allein Karl Ruf, Kom­man­dant der his­to­ri­schen Truppe, ins Museum gesteckt. „Wir hatten Glück, dass manche Geräte im alten Feu­er­wehr­haus aus Platz­mangel unter der Decke aufgehängt waren, und so zum einen gut erhalten, zum anderen auch über­haupt noch da waren“, erzählt der Vor­sit­zende des neuen Ver­eins, Hans Mertz.

„Was machen wir damit?“, war damals die bange Frage. In Rufs Scheune wurde erst mal ein Zwi­schen­lager ein­ge­richtet. Als der Geräteschuppen am Heerweg für die Feu­er­wehr frei wurde, „haben wir jeden Winkel des zirka 100 Qua­drat­meter großen Raumes als Aus­stel­lungsfläche genutzt“, so Karl Ruf.

Jetzt stehen dort die Oldies der Feu­er­wehr­technik blank poliert und restau­riert. Prachtstück ist eine Hand­druck­spritze von 1882. Mit zwei Pfer­destärken ging's damit damals zum Ein­satz. „Alarm wurde noch mit einem Feu­er­wehr­horn gegeben“, erzählen die Scho­z­a­cher Feu­er­wehr­his­to­riker, die alle ehren­amt­lich für ihr Museum da sind.

„Durch unsere Sam­mel­lei­den­schaft haben wir viele Freunde gewonnen, die uns unterstützt haben, wei­ter­zu­ma­chen“, so Hans Mertz. Auf ihre Samm­lung sind die Scho­z­a­cher stolz. Vom Traktor bis zur Hand­kurbel-Sirene fürs Fahrrad gibt es vieles zu sehen, was das Herz eines Feu­er­wehr­mannes höher schlagen lässt: Arm­binden, Lampen für Brand­wa­chen, Schlauch­wagen, Schlepper, Hydran­ten­wagen, Helme, Lei­tern, Haken, Glo­cken, Was­ser­ei­mern oder Beile.

30 Mit­glieder hat der neue Scho­z­a­cher Verein schon, und neben dem Geräteschuppen wird schon wieder eifrig gewer­kelt. Eine Garage hat der His­to­ri­sche Feu­er­wehr­verein dazu bekommen. Hier fand die alte Gulasch­ka­none Platz, die beim Feu­er­wehr­fest in Scho­zach vom 19. bis 21. Juli zum Ein­satz kommt. An diesen Tagen werden auch Extraführungen im Museum ange­boten.

Info: Wer sich die his­to­ri­schen Scho­z­a­cher Feu­er­wehrgeräte abge­sehen vom Feu­er­wehr­fest am kom­menden Wochen­ende einmal anschauen möchte, kann sich bei Graf Kilian von Bentzel-Sturm­feder unter der Tele­fon­nummer 07133/96 08 94 anmelden.

16.07.2003

Feu­er­wehr­fest in Scho­zach

Der Zug Scho­zach der Ils­felder Feu­er­wehr hat sein Feu­er­wehr­fest am kom­menden Wochen­ende beim Magazin. Beginn ist am Samstag, 19. Juli, um 18 Uhr mit Live-Musik. Am Sonntag geht es um 10 Uhr weiter. Die Jugend­feu­er­wehr bietet Vorführungen, Kinder können beim Kis­ten­wett­sta­peln mit­ma­chen.

Die Feu­er­wehr Lauffen stellt dafür ihre Dreh­leiter zur Verfügung. Am Montag wird ab 14 Uhr gefeiert, Ils­felder Rentner können um 14 Uhr den Fahr­dienst vom Johann-Gey­ling-Haus benutzen. Am Abend unterhält Jörg Langer mit Musik.