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Trotz Sparkurs gibt's ein neues Auto

Langenbrettachvon Rainer Köller, HSt

Eine posi­tive Ein­stel­lung gegenüber der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr bewiesen die Lan­gen­bret­ta­cher Gemeinderäte bei der Ent­schei­dung über ein neues Fahr­zeug. Die Sparpläne der Ver­wal­tung und die Spar­vor­schläge von der Feu­er­wehr selbst wurden ver­worfen.

Die Dis­kus­sion im Lan­gen­bret­ta­cher Gemein­derat hatte Sel­ten­heits­wert. Die Räte warfen Sparpläne der Ver­wal­tung, die nach Absprache mit der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr getroffen wurden, über den Haufen. Kreis­brand­meister Hans-Wil­helm Hans­mann war begeis­tert: "Fach­ver­stand siegte über Spar­sam­keit."

Knapp 250 000 Euro wird das neue Tanklöschfahr­zeug kosten. Bürger­meister Tilman Schmidt ver­suchte, die vom Her­steller ver­an­schlagten Kosten nach unten zu kor­ri­gieren. Markus Kreß erklärte: "Wir Feu­er­wehrler haben uns Gedanken über die Ein­spa­rungen gemacht, schließlich sind wir auch Bürger der Gemeinde."

Gestri­chen werden sollten schon vor­han­dene Ausrüstungs­ge­genstände sowie Unter­baublöcke und eine Löschka­none auf dem Dach des neuen Wagens.

Ins­be­son­dere um die Letz­tere ging es bei der Dis­kus­sion. Der Kreis­brand­meister erklärte, dass er diese Löschka­none mit der Bezeich­nung "Monitor" für wichtig halte. Markus Kreß meinte: "Wenn man das Ding einmal braucht, ist es unbe­zahlbar."

Bärbel Scheuber stellte ener­gisch klar: "Ich möchte nicht erleben, dass mal im Rei­terhof in Neu­deck was los ist und die Feu­er­wehr hin­terher sagen muss, wir hätten helfen können, wenn wir einen Monitor gehabt hätten." In der Reit­halle sind oft Ver­an­stal­tungen mit meh­reren hun­dert Men­schen.

Hans-Wil­helm Hans­mann erklärte, der Monitor könne Wasser mit Schaum ver­mi­schen. Ein großer Vor­teil sei außerdem, dass die Wurf­weite des Gerätes 60 bis 70 Meter sei. Auch Flächen könnten her­vor­ra­gend abge­spritzt werden. Er halte den Monitor nicht nur im Hin­blick auf den Rei­terhof son­dern auch zum Löschen von Flächenbränden für erfor­der­lich und appel­lierte an die Räte: "Sie kaufen jetzt ein Fahr­zeug für die nächsten 25 bis 30 Jahre."

Walter Kubach, ehe­mals Feu­er­wehr­kom­man­dant, machte deut­lich, dass zu einem Fahr­zeug mit einem 2000-Liter­tank ein Monitor dazugehöre. Nachdem sich die Räte dafür ent­schieden hatten, die Kanone zum Preis von 3700 Euro ein­bauen zu lassen, zeigte sich Tilman Schmidt zufrieden, obwohl sein Vor­schlag zum Sparen nicht ange­nommen wurde. Erfreut meinte der Bürger­meister "Das Ergebnis zeigt, dass die Wich­tig­keit der Arbeit der Feu­er­wehr aner­kannt wird".

86 000 Euro bekommen die Lan­gen­bret­ta­cher als Zuschuss. Die erste Hälfte wird laut Schmidt wohl noch in diesem Jahr kommen, die zweiten 43 000 Euro sollen 2005 in die Gemein­de­kasse fließen.