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Standortfrage ist endlich beantwortet

Abstattvon Anja Kemmler, HSt

Für den Gemein­derat ist es nichts Neues mehr, für die Bevölke­rung schon: Die Kom­mune hat einen Standort für das gemein­same Feu­er­wehr-Magazin der Abtei­lungen Abstatt und Hap­pen­bach gefunden: Das Grundstück beim Gewer­be­ge­biet "Rau­heck" ist gekauft, nun geht's an die Pla­nung.

Die Suche nach einem Standort als Ersatz für die beiden Maga­zine, in denen es mitt­ler­weile arg eng ist, hat ein Jahr gedauert. Zwar stand schon immer ein Platz im Bereich des Gewer­be­ge­bietes ganz oben auf dem Wunsch­zettel, aber bisher hatte die Gemeinde dort kein pas­sendes Grundstück. So wurden auch andere Areale unter die Lupe genommen, etwa in den See­wiesen.

Das ist nun Schnee von ges­tern: Die Kom­mune hat nach Angaben von Bürger­meister Rüdiger Braun ein 70 bis 80 Ar großes Grundstück südlich des Gewer­be­ge­bietes Rau­heck an der K 2088, gegenüber der Firma Ber­be­rich, gekauft. Davon seien rund 35 Ar für die Feu­er­wehr vor­ge­sehen. "Der Rest ist der wei­teren Ent­wick­lung vor­be­halten."

Aus meh­reren Gründen ist der Standort laut Braun eine gute Wahl: Er liegt ver­kehrsgünstig, die vor­ge­schrie­benen Hilfs­fristen werden laut Braun opti­miert. Und vor allem: "Er liegt zwi­schen Abstatt und Hap­pen­bach." Das mögliche Pro­blem, dass sich eine Abtei­lung wei­gern könnte, in den anderen Teilort zu ziehen, sei so von vor­ne­herein vom Tisch. Die Flo­ri­ansjünger seien mit dem Grundstück sehr zufrieden. Wie's übri­gens mit den beiden, ins­ge­samt 71 Aktiven umfas­senden Mann­schaften wei­ter­geht - ob sie fusio­nieren, wenn das Magazin gebaut ist oder als zwei getrennte Abtei­lungen stehen bleiben - "das wird dis­ku­tiert, wenn die neuen Räume nutzbar sind", sagt Rat­haus­chef Braun im Gespräch mit der Heil­bronner Stimme.

Und das kann dauern. Die Gemeinde möchte für den Bau natürlich Förder­mittel vom Land haben. Denn billig ist der Neubau nicht: Die Rat­haus-Ver­wal­tung hat mal Kosten von 1,5 Mil­lionen Euro ange­setzt - und betont, dass dies nur eine grobe Schätzung ohne Pla­nungs­un­ter­lagen sei. Wann Zuschüsse fließen, steht noch in den Sternen. "Die Förder­si­tua­tion ist der­zeit völlig unbe­frie­di­gend", ärgert sich Kreis­brand­meister Hans-Wil­helm Hans­mann. Zwar will die Kom­mune bereits im Herbst den Förder­an­trag stellen - "aber das heißt noch nicht, dass wir nächstes Jahr den Zuschuss bekommen", sagt Schultes Braun. Ohne den aber darf mit dem Bau nicht begonnen werden.

Vor­aus­set­zung für den Zuschuss­an­trag ist ein geneh­mi­gungsfähiges Kon­zept. Das hat der Gemein­derat jetzt an die Firma "kplan" aus Abens­berg bei Regens­burg ver­geben. Das Gesamt­ho­norar beträgt 288 000 Euro.

Davon fließt aber fürs Erste nur der Teil­be­trag bis zur Bau­ausführung. Was einmal aus den frei wer­denen Maga­zinen in Abstatt und Hap­pen­bach wird - dazu gebe es, so Braun, noch keine Pläne.

In der Sit­zung kri­ti­sierte Martin Schönfeld die Standort-Wahl als " nicht so weit­sichtig". Er hätte es gerne gesehen, wenn die Gemeinde Abstatt sich mit einer anderen Kom­mune zusam­men­getan hätte - zum Bei­spiel mit Unter­grup­pen­bach und zu diesem Zweck im Mitt­leren Feld gebaut hätte. Braun ent­geg­nete, dass gesetz­lich eine eigene Wehr in jeder Gemeinde vor­ge­schrieben sei. Auch würden im Mitt­leren Feld die Hilfs­fristen nicht ein­ge­halten. Man arbeite jedoch an einer inter­kom­mu­nalen Zusam­men­ar­beit, um sich gegen­seitig aus­zu­helfen - und zwar in kleinen Schritten. "Erste Gespräche hat es mit Ils­feld gegeben."