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Spreizer und Wasserwerfer dabei

Beilsteinvon Wolfgang Seybold, HSt

Mit Gir­landen geschmückt steht das neue Tanklöschfahr­zeug TLF 16/25 vor dem Beil­steiner Feu­er­wehrgerätehaus. Von einem "großen Tag der Freude" spricht Bürger­meister Günter Hen­zler bei der fei­er­li­chen Übergabe des sym­bo­li­schen Schlüssels an Kom­man­dant Jürgen Brosi. Es ist ein kunst­voll geba­ckener Hefe­zopf.

Das neue TLF ersetzt als wich­tigstes Ein­satz­fahr­zeug das 28 Jahre alte Vorgänger­mo­dell, dem der TÜV nur unter Vor­be­halten eine wei­tere Betriebs­er­laubnis zusprach. Ins­ge­samt 240 000 Euro (86 000 Euro sind vom Land als Zuschuss für das Jahr 2006 zuge­sagt) kostet das zwölf Tonnen schwere Allrad getrie­bene Feu­er­wehr­auto, das auf Grund seiner leichten Alu­mi­ni­um­bau­weise mehr Geräte zur Bewälti­gung der vielfältigen Auf­gaben einer modernen Wehr mitführen kann.

Der Stadt­chef betont, dass das mächtige rote Auto mit Blau­licht " ein lebens­ret­tendes Schutz­fahr­zeug" ist, das zudem von den Feu­er­wehr­leuten in nächster Zeit viel Zeit für das Trai­ning abfor­dert. Für die Tech­nik­in­ter­es­sierten sei gesagt, dass das TLF 16 / 25 einen Daimler-Chrysler-Motor mit 180 kW als Antriebs­ag­gregat besitzt, von dem aus alle vier Räder ange­trieben werden.

Das Ein­satz­fahr­zeug wurde von der Firma Rosen­bauer nach dem Kon­zept von Kreis­brand­meister Hans-Wil­helm Hans­mann mit einer "Kom­plett­be­la­dung " aus­ge­stattet. Sie umfasst unter anderem einen hydrau­li­schen Ret­tungs­satz mit Schere und Spreizer und einen auf dem Dach instal­lierten Was­ser­werfer, der von einem Monitor im Fahr­zeug­innern gesteuert wird.

Mit 2500 Liter Löschwasser an Bord, das mit einer Pum­pen­leis­tung von 1600 Litern in der Minute hin­aus­gedrückt wird, sind die sechs Mann Besat­zung für den ersten Ein­satz tech­nisch bes­tens ausgerüstet.

Von Kreis­brand­meister Hans-Wil­helm Hans­mann wird betont: "Neue Gefah­ren­quellen erfor­dern neue Ausrüstung und umfas­sende Aus­bil­dung der modernen Feu­er­wehr". Kom­man­dant Jürgen Brosi sagt, dass die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Beil­stein mit dem neuen Ein­satz­fahr­zeug ihre vielfältigen Auf­gaben jetzt besser erfüllen könne.

Mit klin­gendem Spiel umrahmt der Spiel­mannszug der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Ils­feld die Überg­a­be­ze­re­monie bei strah­lendem Son­nen­schein vor dem Beil­steiner Feu­er­wehrgerätehaus. Das Feu­er­wehr­fest mit Schau­vorführungen und Rund­fahrten dau­erte noch bis Mon­tag­abend an.Wie es der Zufall will, müssen die Flo­ri­ansjünger gleich anschließend an die Übergabe zu einem Not­fall ausrücken. Schwarzer Rauch steigt aus dem nahe gele­genen Wochen­end­ge­biet "Schöne Frau" auf.

Trotz des schnellen Ein­grei­fens der Beil­steiner Wehr, mit dem "alten" TLF, kann nicht ver­hin­dert werden, dass das Wochen­end­haus bis auf die Grund­mauern abbrennt. So nah liegen bei den Feu­er­wehr­leuten die Momente des Fei­erns und des Ein­satzes.