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Schwerer Atemschutz bei sengender Hitze

Gundelsheimvon Martin Oheim, HSt

Kräftig ins Schwitzen kamen dieser Tage Feu­er­wehrmänner und Sanitäter bei der Hauptübung der Gesamt­wehr Gun­dels­heim. Übungs­ob­jekt war der Land­handel von Josef Fischer in Ober­gries­heim. Dort, so die Übungs­an­nahme, hatten Arbeiter im Ober­ge­schoss mit einem Schweiss­brenner eine Staub­ex­plo­sion ver­ur­sacht, aus der sich ein Brand mit starkem Rauch ent­wi­ckelte.

Pünkt­lich um 14 Uhr heulten in Ober­gries­heim die Sirenen. Nur kurze Zeit später waren die ersten Brandbekämpfer am Übungs­ob­jekt.

Dort stand zunächst die Erkun­dung und Ret­tung der drei ver­letzten Arbeiter sowie der Aufbau der Was­ser­ver­sor­gung im Vor­der­grund.

Während die Feu­er­wehrmänner aus Ober­gries­heim bereits unter Atem­schutz die Gebäude erkun­deten, trafen die Wehren aus Gun­dels­heim und Böttingen ein. Primär zur Men­schen­ret­tung wurde aus Bad Fried­richs­hall die Dreh­leiter ange­for­dert.

Im Innern des Gebäudes, in dem die land­wirt­schaft­li­chen Pro­dukte in Silos unter­ge­bracht sind, kämpften sich die Löschtrupps unter schwerem Atem­schutz über die enge Treppe Etage für Etage nach oben. In einem der oberen Stock­werke wurden auch zwei Ver­letzte gefunden.

Über das Trep­pen­haus konnte eine Person geborgen werden, während der zweite Schwer­ver­letzte aus schwin­del­erre­gender Höhe über die Dreh­leiter gerettet werden musste.

Zur Erst­ver­sor­gung wurden die Ver­letzten an die Schnell­ein­satz­gruppe des Deut­schen Roten Kreuzes, Orts­gruppe Gun­dels­heim, überg­eben. Während die Wehren aus Gun­dels­heim, Böttingen und Ober­gries­heim am Brandort agierten, hatten die Abtei­lungen aus Bach­enau und Tie­fen­bach die Auf­gabe eine rund 450 Meter lange Schlauch­lei­tung vom Was­ser­re­ser­voir in der Dorf­mitte zum Übungs­ob­jekt zu legen. Unterstützung gab"s dabei vom Schlauch­wagen der Fried­richs­haller Wehr.

Nach einer drei­viertel Stunde verkündete Kom­man­dant Ulrich Fal­ken­hain das Übungs­ende. Beson­ders erleich­tert waren darüber die Atem­schutzträger.

Bei 30 Grad im Schatten - die Tem­pe­ra­turen im Gebäude­inneren waren noch um einiges höher - lief der Schweiß in Strömen. Da kam Inhaber Uwe Fischer mit dem Auffüllen der Getränke kaum nach. Doch am Ende waren Brand und auch Durst gelöscht.