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Schulterklopfen für den Umbau

Oedheimvon Peter Klotz, HSt

Die Freude war nicht nur auf Seiten der aktiven Mit­glieder der Feu­er­wehr in Degmarn. Die Umbau­phase ist beendet und die Feu­er­wehrmänner um Abtei­lungs­kom­man­dant Uli Mann können ihren wich­tigen Dienst jetzt in den per­fekt aus­ge­stat­teten Räumen tun.

Mit spar­samem Ein­satz von Geld (16 000 Euro bei 8150 Euro Zuschuss aus öffent­li­chen Mit­teln) und mit mehr als 500 Stunden Eigen­leis­tung haben sich die Flo­ri­ansjünger des Oed­heimer Teil­orts in elf Monaten ein neues Zuhause geschaffen.

Das alte Rat­haus mitten im Ort wird nur noch an zwei Tagen in der Woche von der Ver­wal­tung genutzt. Da lag es nahe, das zen­trale Gebäude zur Ein­satz­zen­trale für die Frei­wil­lige Feu­er­wehr zu machen.

Mehr als 500 Stunden haben die 14 Mann gemeinsam ein­ge­bracht und sich damit eine dienst­liche Heimat zum Wohlfühlen geschaffen. Wich­tigster Umbau­punkt war die Garage für das rote Auto.

Im Moment ist das noch ein TSF, denn für das geplante Löschgrup­pen­fahr­zeug fehlen noch sechs Mann, damit die vor­ge­schrie­bene Drei­fach­be­set­zung gesi­chert ist. Da aber die Einführung einer Jugend­wehr schon beschlos­sene Sache ist, sind die Degmarner zuver­sicht­lich, ihre Truppe bald auf­zu­sto­cken.

Dann würde es sich auch aus­zahlen, dass der Boden des Fahr­zeug­un­ter­stands um 20 Zen­ti­meter tiefer gelegt wurde, damit der Platz oben aus­reicht. Rolf Weiss wird sich als ehe­ma­liger Kom­man­dant dann in das Schmuckkästlein des umge­bauten Rat­hauses, die Funk­zen­trale zurückziehen.

Dort ist seine Erfah­rung gesucht. Draußen vor Ort darf er aus Altersgründen nicht mehr aktiv werden. Die tech­ni­sche Ausrüstung der Funk­zen­trale war das teu­erste Objekt der Baumaßnahme.

Und auch hier konnten die fin­digen Feu­er­wehr­leute sparen. Ein neuer Schreib­tisch hätte allein um die 5000 Euro ver­schlungen. Ein sta­biles Stück Möbel aus den beständen des Land­rats­amts tut es genauso gut und das war erheb­lich preisgünstiger.

Die Bevölke­rung nahm beim Tag der Offenen Tür regen Anteil an dem neuen Pro­jekt. Tische, Bänke, Autos und Infor­ma­ti­ons­ma­te­rial wurden kur­zer­hand mitten in der abge­sperrten Orts­mitte auf­ge­stellt.

Zusammen mit der Oed­heimer Stützpunkt­wehr "löschten" die Flo­ri­ansjünger einen Scheu­nen­brand und ret­teten eine Person mit Atem­schutzgerät aus dem "bren­nenden" Gebäude. Auch für diesen Ein­satz ern­teten die Feu­er­wehr­leute Sze­nen­ap­plaus, genauso wie sie für ihren Umbau man­ches Schul­ter­klopfen ein­ste­cken durften.