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"Notfalleinsatz" dient nur der Übung

Cleebronnvon Thomas Vogl, HSt

Sire­nen­alarm über Clee­bronns Dächern, gel­lende Mar­tinshörner und zuckende Blau­lichter - so man­chen der Clee­bronner Bürger beschlich ob der dra­ma­ti­schen Sze­nerie ein mul­miges Gefühl.

Grund zur Sorge gab es hierfür jedoch nicht, denn der Ernst­fall wurde im Weinort unter dem Micha­els­berg nur geprobt: Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Clee­bronn hatte sich für ihre jährliche Schauübung als Auf­gabe einen Ver­kehrs­un­fall gestellt. Simu­liert wurde der Zusam­menstoß zweier Autos im Orts­be­reich. Dabei galt es, die Unfall­stelle abzu­si­chern, den Brand­schutz sicher­zu­stellen und ein­ge­klemmte Per­sonen aus den Autos zu befreien.

Nur wenige Minuten nach dem Alarm waren alle Fahr­zeuge der Clee­bronner Wehr vor Ort. Vor zahl­rei­chen Zuschauern begannen die Kame­raden ruhig und pro­fes­sio­nell mit der Arbeit.

An der Übung betei­ligt war auch ein Ret­tungs­wagen des Deut­schen Roten Kreuzes Orts­ver­band Bra­cken­heim, der die "Unfall­opfer" not­fall­me­di­zi­nisch ver­sorgte. Die Clee­bronner Feu­er­wehrmänner zeigten unter den Augen von Kom­man­dant Jörg Schel­len­bauer und dessen Stell­ver­treter Rolf Seyb, dass sie nicht nur mit Schlauch und Leiter umgehen können.

Zur Ber­gung der unter und in den Fahr­zeugen ein­ge­klemmten Per­sonen kamen neben einem Hebe­kissen, das mit Druck­luft ton­nen­schwere Lasten anheben kann, auch Schere und Spreizer zum Ein­satz. Kom­man­dant Schel­len­bauer zeigte sich nach Abschluss der Übung zufrieden: "Ver­kehrsunfälle nehmen auf­grund der stei­genden Ver­kehrs­dichte auch im ländli­chen Raum einen immer brei­teren Auf­ga­ben­raum der Feu­er­wehren ein. Daher war die diesjährige Schauübung für die betei­ligten Kame­raden eine opti­male Übungs­ge­le­gen­heit."