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Neubau für die Wehr auf der Kuppe?

Beilsteinvon Joachim Kinzinger, HSt

Zwei Abtei­lungen unter einem Dach. Dies ist das Ziel der Feu­er­wehr­kon­zep­tion. Nachdem eine Sanie­rung des maroden Feu­er­wehr­hauses aus­scheidet, ist ein Neubau auf der Kuppe zwi­schen Beil­stein und Schmid­hausen im Gespräch. Der Gemein­derat schaute sich vor Ort um.

Gemütlich wan­dert der Tross von Ver­wal­tung und Gemein­derat die Schmid­hau­sener Straße hoch, biegt auf der Kuppe rechts auf einen Feldweg ab. Unter den schat­tigen Bäumen einer Streu­obst­wiese wird der mögliche neue Standort des zen­tralen Feu­er­wehr­ma­ga­zins der Lang­hans­stadt bespro­chen.

Bürger­meister Günter Hen­zler findet die Idee beein­dru­ckend, beide Abtei­lungen in ein Haus zu inte­grieren. Dann fällt der ursprünglich vor­ge­se­hene Neubau in Bil­lens­bach flach. Dann muss das marode Flach­dachgebäude am Magazin nicht auf­wendig saniert werden.

Den Neubau auf der Kuppe hält Hen­zler auch des­halb für sinn­voll, „ weil es in alle Rich­tungen runter geht“. Der Vor­teil: Im Not­fall muss das schwere Feu­er­wehr­fahr­zeug nicht mühsam den Berg hoch­tu­ckern. Der Neubau soll direkt an der Straße stehen. Min­des­tens 25 Ar Gelände braucht die Stadt dafür, ebenso ist eine Abbie­ge­spur zur Kreis­straße not­wendig. Günter Hen­zler weiß: „Sonst bekommen wir keine Geneh­mi­gung.“

Als Alter­na­tive ist noch der Standort im Tal kurz vor Schmid­hausen in der Debatte. Denn Kreis­brand­meister Hans-Wil­helm Hans­mann pocht auf die Ein­hal­tung der Ein­satz­zeiten, damit die Wehr stets schnell am Brand­herd ist. Immer wieder kommt die Sprache auf die so genannten Kreise, die der Kreis­brand­meister gezogen hat.

Mit einer Feu­er­wehr­zen­trale liegen jedoch Far­ners­berg und Stocks­berg außerhalb der Kreis­ra­dien. Stadtrat Hans Sturm emp­fiehlt Koope­ra­tionen mit anderen Wehren. Far­ners­berg könnte von Unter­hein­riet aus ver­sorgt werden, Stocks­berg von Pre­vorst. „Man muss sich auch über die Kreis­grenzen hinweg ori­en­tieren.“

Vor der Som­mer­pause wird das Kon­zept mit dem Kreis­brand­meister abge­stimmt. Im Herbst ent­scheidet der Gemein­derat über den Standort. Der wei­tere Fahr­plan sieht so aus: Bis Dezember 2004 soll die Ent­wurfs­pla­nung fertig sein. Frühes­tens 2006 kann gebaut werden. Archi­tekt Roland Kiderlen will hier ein „städte­bau­li­ches Signal “ für die Feu­er­wehr setzen. Viele Fak­toren würden für die Höhe spre­chen.

Für andere Stadträte ist dieses Filetstück mit Blick auf Lang­hans und Lich­ten­berg eher für ein Wohn­ge­biet geeignet. So werden wei­tere Stand­orte wie der Fest­platz beim Bolz­platz oder Flächen des Hens­sler-Areals genannt. Nun soll die Ver­wal­tung mit dem Feu­er­wehr­aus­schuss Alter­na­tiven aus­loten. Für Hen­zler gilt aber die Devise: „Man muss an Bil­lens­bach denken.“