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Mit Feuerwehrhaus in Warteschleife

Güglingenvon Thomas Dorn, HSt

Enttäuschung in Güglingen: Auch dieses Jahr wird die Stadt wohl keine Förder­mittel für den Bau des Feu­er­wehr­hauses bekommen. Wann kann mit dem Großpro­jekt Bauhof/Wehr begonnen werden?
Eigent­lich sollte längst der Rohbau stehen. Statt­dessen steht hinter dem Bau­be­ginn für das 3,8-Mil­lionen-Euro-Vor­haben mehr denn je ein dickes Fra­ge­zei­chen. Einen Lan­des­zu­schuss von 347 000 Euro erhofft sich die Stadt, doch wann der fließt, ist völlig unge­wiss. „Ich kann Ihnen heut' nicht sagen, ob wir Geld kriegen und wann wir Geld kriegen“, musste Bürger­meister Klaus Die­te­rich dem Gemein­derat in dieser Woche mit­teilen.

Bereits 2001 und 2002 war Güglingen vertröstet worden. Und nach Gesprächen mit Land­tags­ab­ge­ord­neten und Ver­tre­tern des Land­rats­amtes geht der Ver­wal­tungs­chef inzwi­schen davon aus, dass es auch 2003 mit der Förde­rung nicht klappen wird.

In einem Brief an den Kreis­brand­meister hat Die­te­rich Mitte März des­halb noch einmal auf die „Dring­lich­keit“ des Bau­vor­ha­bens hin­ge­wiesen. Dies auch vor dem Hin­ter­grund, dass hier zwei Pro­jekte mit­ein­ander verknüpft sind.

Bei einer gemein­samen Ver­wirk­li­chung von Gerätehaus und Bauhof, so Die­te­rich, erwarte die Stadt Ein­spar­ef­fekte in Höhe von etwa fünf Pro­zent.

Das Land­ratsamt hat für diese Argu­men­ta­tion „Verständnis“ bekundet. Den­noch stellt der Erste Lan­des­be­amte Lutz Mai in seiner Ant­wort fest, dass für beide Pro­jekte getrennte Bau­ge­neh­mi­gungen erteilt wurden und „einer getrennten Bau­ab­wick­lung formal nichts im Wege steht“.

Hellhörig hat die Güglinger Stadträte Mais Hin­weis gemacht, dass bei der Auf­stel­lung der Prioritäten­liste auch „wei­tere Kri­te­rien, wie zum Bei­spiel struk­tu­relle Verände­rungen“ eine Rolle spielen. „ Plant das Land­ratsamt etwas ganz anderes?“, wollte Ulrich Herzog wissen. In einigen Räten keimte der Ver­dacht, dass mit den „ Struk­turverände­rungen“ mögli­cher­weise die Auflösung von Teil­ort­wehren gemeint sein könnte.

Denn in Kirchardt klappte es mit dem Zuschuss fürs Feu­er­wehr­haus erstaun­lich schnell. Weil eine Teil­orts­wehr inte­griert wurde?

Daran denkt man in Güglingen im Moment nicht, obwohl der neue Standort in den „Och­sen­wiesen“ zen­tral liegt. Joa­chim Esen­wein hält es dann auch für legitim, die Frage nach den Teil­orts­wehren zu stellen, wenn man so viel­leicht schneller an Zuschüsse kommen könnte. Esen­wein: „Ich sage das ganz emo­ti­onslos, obwohl ich weiß, dass da in den Teil­orten Emo­tionen drin­ste­cken.“