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Johannes tritt in die Feuerwehr-Fußstapfen vom Opa

Langenbrettachvon Rainer Köller, HSt

Einer von sechs weißen Fle­cken auf der „Jugend­feu­er­wehr­karte“ des Land­kreises Heil­bronn kann eingefärbt werden. Die Lan­gen­bret­ta­cher Wehr kann demnächst die Gründungs­ver­samm­lung einer Jugend­feu­er­wehr ver­an­stalten. Bei einem Infor­ma­ti­ons­nach­mittag herrschte großer Andrang.

Weit über 50 Erwach­sene, Jugend­liche und Kinder drängten sich am ver­gan­genen Samstag im Schu­lungs­raum des Lan­gen­beu­tinger Feu­er­wehr­hauses. Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Lan­gen­bret­tach hatte zum Info-Nach­mittag ein­ge­laden. Über 30 der Gäste waren junge Lan­gen­bret­ta­cher der Jahrgänge 1988 bis 1991, die persönlich von der Gemein­de­ver­wal­tung ein­ge­laden wurden.

Die Hürde der not­wen­digen Abstim­mung im Gemein­derat war schnell genommen. Ohne große Dis­kus­sion stimmten die Räte der Gründung und der damit ver­bun­denen Kosten zu. Recht­zeitig bevor Zuschüsse gekürzt oder gestri­chen werden, kommt nun die Jugend­wehr in der kleinen Bret­t­ach­t­al­ge­meinde zustande. Sogar über die ein­ge­planten Zuschüsse für ein großes Zelt für ein Zelt­lager wurde schon gespro­chen.

Bürger­meister Tilman Schmidt erläuterte, dass die Grund­aus­stat­tung der Jugend­feu­er­wehr „ohne große finan­zi­elle Belas­tung für die Gemeinde Lan­gen­bret­tach bewerk­stel­ligt werden kann“. Auf­grund eines noch bestehenden Son­derförde­rungs­pro­gramms erhalten die Lan­gen­bret­ta­cher einen ein­ma­ligen Zuschuss in Höhe von 3500 Euro von der Lan­des­stif­tung. Außerdem schlug die Ver­wal­tung nach einer Absprache mit der Feu­er­wehr vor, das nicht mehr benötigte Fahr­zeug LF 8 zu ver­kaufen. Mit dem Erlös könne die Jugend­wehr gut unterstützt werden.

Gemein­derat Walter Kubach begrüßte die Gründung der Nach­wuchs­wehr. Der ehe­ma­lige Kom­man­dant meinte, es sei eine große Her­aus­for­de­rung für Betreuer. Er sprach damit die bisher unüber­wind­bare Hürde „Per­sonal “ an. Doch nun stellten sich zur Freude von Kom­man­dant Jürgen Streeb die Feu­er­wehr­frau Carolin Kreß, sowie ihre männli­chen Kol­legen Martin Friedl, Mat­thias Rein­mann, Mat­thias Denk und Kai Rei­chert als Betreuer zur Verfügung. Sie werden alle noch spe­zi­elle Lehrgänge belegen.

Tilman Schmidt, Jürgen Streeb und Carolin Kreß wiesen die jungen Gäste in das Vor­haben ein. Bevor alle vor dem Feu­er­wehr­haus die Fahr­zeuge ansehen konnten und die Möglich­keit erhielten, einmal mit der aus Neckar­sulm ange­fah­renen Dreh­leiter in die Höhe zu liften sowie ein Gespräch mit drei Mit­glie­dern der benach­barten Jugend­wehr aus Hardt­hausen zu führen, legten die Orga­ni­sa­toren Listen aus. Sieben Mädchen und 21 Jungen trugen sich spontan ein. Carolin Kreß hat bereits Angst, dass noch mehr Kids Inter­esse zeigen, dann muss sie sich zusammen mit dem Jugend­team etwas ein­fallen lassen.

Der Neu­de­cker Flo­rian Winkler macht mit, „weil's wahr­schein­lich Spaß machen wird“ und weil er die Auf­gaben der Wehr gut findet. Die Bret­ta­cherin Sarah Simp­fendörfer meinte: „Weil es witzig ist und Spaß macht“. Ihre Freundin Jen­nifer See­berger freut sich auch auf die Uni­form. Der Lan­gen­beu­tinger Johannes Schuster tritt in die Fußstapfen vom Opa, der ist auch Feu­er­wehr­mann.

Die Gründungs­ver­samm­lung soll am 21. November statt­finden.

11.11.2003