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JF-Gründung in Jagsthausen: Mehr als ein Mädchen darf es sein

Jagsthausenvon Susanne Hämmerle, HSt

Jagst­hausen darf sich freuen. 18 Jugend­liche inter­es­sieren sich für die neu ent­stan­dene Jugend­feu­er­wehr­ab­tei­lung. Ob aus allen enga­gierte Feu­er­wehr­leute werden?

"Was kommt da auf uns zu?", stand in den Gesich­tern der 17 Jungen, die sich in den Schutz der Garage drückten. Nur zögernd kamen sie hervor und betrach­teten scheu das Ein­satz­fahr­zeug, das vor dem Oln­hau­sener Feu­er­wehr­ma­gazin stand.

Vor den leuch­tend orange geklei­deten Feu­er­wehr­leuten und den Kom­man­danten in strenger Uni­form zeigten sie gehörigen Respekt.

Bürger­meister Roland Halter fasste seine Begrüßung im Gemein­schafts­raum kurz. Er betonte, dass sich bereits ein Mädchen ange­meldet hätte. " Es könnten ruhig mehr weib­liche Mit­glieder werden", meinte er. Die Ver­ant­wort­li­chen stellten sich vor.

Um Appetit auf die Jugend­feu­er­wehr zu machen, zeigten sie einen Video über Aktionen der Abtei­lung.

Was sie von der Jugend­feu­er­wehr erwar­teten? Das all­ge­meine Schul­ter­zu­cken ver­riet die Unsi­cher­heit der jungen Men­schen. Grill­feste, Discos? Ja, das sei in Ord­nung. "Vor allem möchte ich mal beim Löschen von einem richtig großen Feuer dabei sein", ver­riet ein Junge später.

Bis­lang verjüngten sich die zwei Abtei­lungen der Jagst­hau­sener Feu­er­wehr von selbst. "Die jungen Leute hatten irgend­wann mal Lust, nahmen an den Übungen Teil und absol­vierten schließlich die erste Prüfung", erzählt Kämmerer Nor­bert Heuser. Doch in jüngster Zeit klappt das nicht mehr richtig.

Mit gerade 45 Mit­glie­dern für zwei Abtei­lungen hat die Jagst­hau­sener Wehr das Minimum erreicht.

Sowohl die Abtei­lung in Jagst­hausen als auch die in Oln­hausen könnten nicht über Lan­ge­weile klagen. Zahl­reiche Einsätze bei Bränden, aber auch bei Hoch­wasser und Ver­kehrsunfällen ver­zeichnet die Wehr jedes Jahr.

Um aktiv den Nach­wuchs auf­zu­bauen, ergreifen Andreas Barie und Ewald Ostertag nun die Initia­tive. Als erfah­rene Feu­er­wehrmänner haben sie ein Seminar der Kreis­ju­gend­feu­er­wehr besucht und sich zu Jugend­warten aus­bilden lassen.

Sieben wei­tere Mit­glieder ihrer Abtei­lung sicherten ihnen die Unterstützung zu.

Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wart Wolf­gang Hagner und sein Stell­ver­treter Knut Stein­bauer halfen der Abtei­lung, das erste Treffen zu orga­ni­sieren. "Spaß steht bei der Jugend­feu­er­wehr im Vor­der­grund", wissen die Kreis­ju­gend­warte. Um später enga­gierte Mit­glieder zu bekommen, müsse der Nach­wuchs zeitgemäß moti­viert werden.