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Interesse an alten Geräten der Wehr

Bad Friedrichshallvon Edgar Herterich

Recht­zeitig zum Dut­ten­berger Feu­er­wehr­fest wurde aus der wochen­langen fast unerträgli­chen Som­mer­hitze mit Tem­pe­ra­turen bis knapp unter 40 Grad wieder ein „nor­maler“ Sommer mit ange­neh­meren Tem­pe­ra­turen unter 30 Grad.

Und dies wirkte sich natürlich auch positiv auf den Fest­ver­lauf aus. Die Besu­cher kamen nicht erst am frühen Abend, son­dern bereits zum Frühschoppen und zur Mit­tags­zeit und vor allem der begehrte Flo­ri­ans­braten mit Kar­tof­fel­salat, aber auch andere Speisen und Getränke fanden reißenden Absatz.

Am Nach­mittag berei­cherten die von den Freunden des örtli­chen Jugend­rot­kreuzes unter der Lei­tung von Jugend­rot­kreuz­lei­terin Bri­gitte Haaf zube­rei­teten leckeren Crepes das Spei­se­an­gebot. Die zahl­rei­chen Besu­cher - unter ihnen befanden sich auch viele Kame­raden aus den umlie­genden Ort­schaften - ver­brachten im Kreise von Freunden und Bekannten ange­nehme Stunden.

Zusätzlich zu den Gesprächen sorgte auch gut aus­ge­suchte Musik aus der „Dose“ für Unter­hal­tung.

Inter­esse zeigten die Fest­be­su­cher auch an den aus­ge­stellten eins­tigen und heu­tigen Geräten der Dut­ten­berger Feu­er­wehr: zwei aus dem Jahr 1907 stam­mende Feu­er­wehr­spritzen und eine Anhänger­leiter aus den 60er Jahren.

Noch mehr Inter­esse fanden jedoch aktu­elle Feu­er­wehr­fahr­zeuge, so bei­spiels­weise der ein­zige Mobil-Großraum­ven­ti­lator MGV des Land­kreises Heil­bronn, der bei der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Neu­en­stadt sta­tio­niert ist und ins­be­son­dere bei Bränden und starker Rauch­ent­wick­lung in Straßen- und Eisen­bahn­tun­nel­an­lagen und in großen Lager­hallen ein­ge­setzt wird.

Die Demons­tra­tion der Wirk­sam­keit dieses MGV beein­druckte jeder­mann. Im Feu­er­wehr­ma­gazin konnten wei­tere Anti­quitäten und Raritäten der Dut­ten­berger Wehr wie Strahl­rohre, Schläuche, Schlauch­halter, Feu­er­wehr­beile, Steiger-, Was­ser­trupp- und Schlauch­trupp­helme aus Mes­sing aus der Zeit vor dem ersten Welt­krieg und danach, alte Feu­er­wehr­klei­dungsstücke und andere aus­ge­diente Uten­si­lien besich­tigt werden. Die Besu­cher erfuhren auch Wis­sens­wertes über die Funk­tion von Lösch- und Ret­tungs­de­cken sowie Rauch­melder im Haus­halt.

Auch für die kleinen Fest­be­su­cher war bes­tens gesorgt. Sie ver­trieben sich die Zeit am Rand des Fest­platzes beim Ziel­spritzen und mit anderen Kon­zen­tra­tions- und Geschick­lich­keits­spielen, ließen sich mit einem Feu­er­wehr­fahr­zeug kos­tenlos durch die Hei­mat­stadt chauf­fieren oder schauten sich im Feu­er­wehr­ma­gazin von Jochen Wim­bauer vorgeführte Feu­er­wehr- und Ret­tungs-Video­filme an.

Am Nach­mittag bewiesen sechs Feu­er­wehr­leute, die erst kürzlich von der Jugend­feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall in die aktive Feu­er­wehr Dut­ten­berg über­nommen wurden, bei einem simu­lierten Gebäude­brand­ein­satz große Ein­satz­be­reit­schaft und schnelles und sicheres Agieren beim Lösch­an­griff.

Ange­sichts des „vollen Hauses“ und des opti­malen Fest­ver­laufs waren neben den vielen Hel­fern vor allem der Abtei­lungs­kom­man­dant Michael Reiß und seine beiden Stell­ver­treter Torsten Döhler und Michael Reit­h­meyer sehr zufrieden, weil wieder „ein paar Euro“ für das zur Zeit im Bau befind­liche Feu­er­wehr­haus in der Enten­gasse übrig bleiben werden.

19.08.2003