QR-Code zur Seite

Hauptübung der Feuerwehr Ilsfeld

Ilsfeldvon Joachim Kübler, HSt

Im Gebäude der Firma WLS in Ils­feld ist ein Feuer aus­ge­bro­chen. Waren im Wert von etwa 35 Mil­lionen Euro sind in Gefahr. Ein Übungs­sze­nario, das für die Ils­felder Feu­er­wehr Realität werden könnte.

Das Brand­schutz­system des Unter­neh­mens hat Alarm ausgelöst. Die Schranke geht hoch, die Brand­schutztüren werden auto­ma­tisch ver­schlossen. Der Dis­play des Brand­schutz­sys­tems zeigt die Nummer des Alarm auslösenden Gebäude­teils an.

Ein Lage­plan liegt bereit, um die Feu­er­wehr­leute ans rich­tige Ziel zu führen. Das Gebäude ist voller Rauch, an einigen Stellen dringt der dichte Qualm nach außen. Wie sich später her­aus­stellt, befinden sich sieben zum Teil "schwer ver­letzte Per­sonen" im Gebäude. Das ist das Sze­nario der Feu­er­wehrübung, welche die Ils­felder Feu­er­wehr in Abstim­mung mit der Geschäfts­lei­tung von WLS geplant und vor­be­reitet hat.

Kom­man­dant Günter Lau­ter­wasser hat wegen der Nähe der Übung zur Auto­bahn neben den übli­chen Stellen auch die Feu­er­wehr­leit­stelle in Lud­wigs­burg und die Auto­bahn­po­lizei infor­miert. Es soll kein Fehl­alarm ausgelöst werden.

Schon kurze Zeit nach dem Alaram trifft das Fahr­zeug des Ein­satz­lei­ters Werner Schuch­mann an der Brand­stelle ein. Er eilt sofort zum Haupt­ein­gang des Gebäudes und holt die vom Brand­schutz­system bereit­ge­stellten Infor­ma­tionen ein.

Als das Löschfahr­zeug ein­trifft, kann er sofort mit der Ein­wei­sung seiner Teams beginnen. Sobald die ersten Schläuche liegen, dringen einige mit schwerem Atem­schutz aus­ge­stat­teten Feu­er­wehr­leute in das Gebäude ein und ver­su­chen, den Brand­herd aus­findig zu machen.

Zugleich beginnen sie die Suche nach Ver­letzten. Zwi­schen­zeit­lich sind neben wei­teren Feu­er­wehr­fahr­zeugen auch die Ret­tungs­wagen des Deut­schen Roten Kreuzes ein­ge­troffen.Im Innern des Gebäudes wird die Brand­ur­sache ent­deckt, der Brand­herd gelöscht. Par­allel dazu werden Maßnahmen getroffen, um den dichten Rauch aus dem Gebäude hin­aus­zudrücken.Während die Männer einen Ver­letzten nach dem anderen aus dem Gebäude trans­por­tieren und den Ret­tungs­hel­fern überg­eben, sorgen andere Feu­er­wehr­leute für zusätzliche Was­ser­ka­pazitäten. Dafür haben sie die Scho­zach ange­zapft.

Schon bald kann der kom­plette Gebäude­teil aus meh­reren Rohren beregnet werden. Nach etwas mehr als einer Stunde ist alles vorüber.

Die Aufräumar­beiten beginnen - Zeit für ein Resümee. Kom­man­dant Lau­ter­wasser fasst seine Eindrücke zusammen: Er gra­tu­liert zum guten Gelingen der Übung.

Es waren cirka 45 Feu­er­wehr­leute aus Ils­feld, Auen­stein und Scho­zach mit ins­ge­samt sechs Feu­er­wehr­fahr­zeugen im Ein­satz, das Rote Kreuz hatte vier Fahr­zeuge und etwa 15 Helfer auf­ge­boten. Natürlich gebe es auch Ver­bes­se­rungsmöglich­keiten.

Das seien aber in erster Line ausrüstungs­tech­ni­sche Gesichts­punkte. Eine Ver­bes­se­rung der Funk­ausrüstung und Opti­mie­rung der verfügbaren Funkkanäle könnte die Arbeit noch ver­bes­sern. Auch die Firma WLS war mit dem Ver­lauf der Feu­er­wehrübung zufrieden.