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Gute Jugendarbeit trägt erste Früchte

Neckarsulmvon Redaktion HSt

68 Feu­er­wehr­angehörige - so viele wie noch nie - sind der­zeit in der Ober­ei­sesheimer Feu­er­wehr aktiv. Dies stellte Abtei­lungs­kom­man­dant Werner Seufer fest, der in der Haupt­ver­samm­lung auf ein erfolg­rei­ches 2002 zurückblickte.

Der starke Anstieg der Mit­glie­der­zahl sei vor allem auf die viel­ver­spre­chende Jugend­ar­beit der Wehr zurückzuführen. 16 Jugend­liche wurden im Sep­tember bei einem Tag der offenen Tür rund ums Ober­ei­sesheimer Rat­haus für die Arbeit der Feu­er­wehr begeis­tert.

Die Jugend­gruppe, bei der auch zwei Mädchen mit von der Partie sind, wird von Jürgen Höpfer und Wolf­gang Kühne geleitet.

Sehr zufrieden mit dem Ober­ei­sesheimer Per­so­nal­stand zeigte sich Kom­man­dant Her­mann Jochim: „Ent­gegen dem landes- und bun­des­weiten Trend sind die Zahlen der Feu­er­wehr­ab­tei­lungen Ober­ei­sesheim, Dahen­feld und Neckar­sulm stei­gend. Nur durch eine aktive Jugend­ar­beit kann der Nach­wuchs der aktiven Wehren für die Zukunft gesi­chert werden.“

Im Berichts­jahr wurde die Ober­ei­sesheimer Wehr zu 15 Einsätzen alar­miert. Brandfälle, tech­ni­sche Hil­fe­leis­tungen, Ölspuren und Alarme durch Brand­mel­de­an­lagen waren hierfür Ursache.

Bei einem Hoch­was­ser­ein­satz im März 2002 wurde die Frei­zeit­an­lage Happy Match durch das Anbringen von meh­reren Hoch­was­ser­sperr­schläuchen vor Schlim­meren bewahrt.

Schwer­punkt im Übungs­be­trieb stellte die veränderte Vor­ge­hens­weise mit der im Löschgrup­pen­fahr­zeug neu instal­lierten Hoch­drucklöschan­lage dar.

Werner Seufer dankte den Ver­ant­wort­li­chen der Stadt Neckar­sulm, die mit der Erwei­te­rung des Gerätehauses und dem Umbau der Toi­letten-Anlagen der Arbeit der Feu­er­wehr eine zeitgemäße Aus­stat­tung zu Verfügung stellen.

Ein ungewöhnli­ches Jubiläum fei­erte die Abtei­lung mit Rudolf Fuchs: Er ist bereits 60 Jahre bei der Feu­er­wehr und damit ältester und dienstältester Feu­er­wehr­mann in Ober­ei­sesheim. Als ein­ziger hat er noch die Einsätze nach den Bom­ben­an­griffen in Heil­bronn und Neckar­sulm aktiv mit­er­lebt.

Auf 50-jährige Zugehörig­keit blickt Karl Guldi zurück. Er war viele Jahre für die War­tung der Geräte ver­ant­wort­lich, Mit­glied im Abtei­lungs- und Gesamt­aus­schuss und prägte als Grup­penführer bei den Leis­tungsprüfungen den hohen Aus­bil­dungs­grad vieler Feu­er­wehrmänner.

Neu bei den Aktiven der Wehr ist Johannes Schmidt, der aus der eigenen Jugend­ab­tei­lung kommt.

Chris­tian Witz­gall, der aus dem thürin­gi­schen Son­ne­berg nach Ober­ei­sesheim gezogen ist, verstärkt ebenso wie Oliver Vujasic, der von der Abtei­lung Neckar­sulm nach Ober­ei­sesheim wech­selt, die Abtei­lung.

Auch bei den Finanzen steht die Abtei­lung bes­tens da. Eine tadel­lose Buchführung wurde Kas­sier Rainer Gurr durch die Kas­senprüfer bestätigt.

Orts­vor­steher Andreas Gastgeb bedankte sich für den ehren­amt­li­chen Ein­satz der Feu­er­wehr­angehörigen: „Es ist nicht mehr selbst­verständlich, sich für die All­ge­mein­heit ein­zu­setzen.“

Er wünschte den Feu­er­wehr­angehörigen, dass sie stets gesund von den Einsätzen zurückzu­kehren und das Erlebte und Gese­hene gut ver­ar­beiten können. (NSt)