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Großprojekt wird endlich verwirklicht

Güglingenvon Thomas Dorn, HSt

Güglingen packt sein Großpro­jekt an: Noch im Oktober sollen die ersten Aufträge für den Bau des neuen Feu­er­wehr­hauses und des neuen Bau­hofs ver­geben werden. Und im Frühjahr 2004 will man in den „Och­sen­wiesen “ dann richtig los­legen.

„Ich hab's fast nicht mehr für möglich gehalten, dass unser Antrag positiv beschieden wird“, gab Bürger­meister Klaus Die­te­rich am Diens­tag­abend im Gemein­derat zu. Im Jahr 2000 hatte Güglingen beim Land Baden-Württem­berg erst­mals den Zuschuss­an­trag für den Bau des Feu­er­wehr­ma­ga­zins ein­ge­reicht, wurde in der Fol­ge­zeit aber immer wieder vertröstet. Jetzt, Ende August, tru­delte der Bewil­li­gungs­be­scheid tatsächlich im Güglinger Rat­haus ein. „Das haben wir auch der Hartnäckig­keit der Abge­ord­neten Gurr-Hirsch zu ver­danken“, stellte Die­te­rich fest.

297 000 Euro wird das Land zuschießen. Das sind zwar nicht ganz die bean­tragten 340 000 Euro, aber immerhin. „Ich wüsste nicht, was uns jetzt noch abhalten sollte zu bauen“, meinte Die­te­rich. Das grundsätzliche Ja des Gemein­de­rats zur Pla­nung der Werk­ge­mein­schaft Gut­ten­berger steht schon lange. Die Bau­ge­neh­mi­gung liegt abruf­be­reit beim Land­ratsamt Heil­bronn. Und das Großpro­jekt ist auch haus­halts­tech­nisch finan­ziert.

Mag sich das Land mit seinen Zuschuss­zu­sagen auch noch so viel Zeit lassen: Wenn es die Förder­be­scheide erst einmal ver­schickt hat, erwartet es von den Kom­munen auch promptes Han­deln. Für Güglingen bedeutet das: Bis zum 1. November muss mit dem Bau begonnen sein, sonst verfällt der Zuschuss wieder. Weil als Bau­be­ginn bereits die Ver­gabe des ersten Auf­trags zu ver­stehen ist, sollen nun schnellstmöglich wenigs­tens die Erd­ar­beiten aus­ge­schrieben und an den günstigsten Bieter ver­geben werden.

Die vom Gemein­derat fest­ge­zurrte Kos­ten­ober­grenze von 7,5 Mil­lionen Mark - also rund 3,7 Mil­lionen Euro - soll unbe­dingt ein­ge­halten werden. „Wir wollen sogar drun­ter­kommen“, bekräftigte Klaus Die­te­rich. Er kündigte an, mit dem Archi­tekten „kri­tisch an den Aus­schrei­bungen zu arbeiten“.

Ob die Gewerke ein­zeln aus­ge­schrieben oder, wie von Stadtrat Her­bert Spah­linger vor­ge­schlagen, an einen Gene­ral­un­ter­nehmer ver­geben werden, hat der Gemein­derat noch nicht ent­schieden. Wichtig ist den Bürger­ver­tre­tern auf jeden Fall, dass es auch „ Beschäfti­gungs­im­pulse am Ort gibt“, also auch örtliche Unter­nehmen von dem Großpro­jekt pro­fi­tieren.

18.09.2003