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Fliegendes Dach richtet Schaden an

Bad Friedrichshallvon Rudolf Landauer, HSt

Den ganzen Tag über rich­teten sich am Sonntag die Blicke vor­wie­gend der Feu­er­wehr­leute sor­gen­voll in Rich­tung Baum­wipfel und Hausdächer. Der Orkan, der mit großer Hef­tig­keit vom Kraichgau her über das Unter­land fegte, drohte große Schäden anzu­richten.

Um 16 Uhr war es dann für den Bad Fried­richs­haller Feu­er­wehr­kom­man­danten Kurt Semen und seine Feu­er­wehr­leute vorbei mit der Sonn­tags­ruhe. Ein Alarm betraf Bad Fried­richs­halls futu­ris­ti­sches Gebäude, das Medicus-Haus.

Dass von Archi­tekten geplante moderne Dächer nicht immer den Natur­ge­walten gewachsen sind, zeigte sich am Nach­mittag.

Eine Orkanböe erfasste den über­ste­henden Teil des etwa 140 Qua­drat­meter großen Flach­da­ches aus Blech und riss es in 25 Meter Höhe aus seiner Holz­ver­an­ke­rung.

Wie ein Blatt Papier wehte es der Sturm dann Rich­tung Kocher­kanal. Schließlich krachte es auf das Dach des tiefer lie­genden seit­li­chen Gebäude­traktes.

"Gott sei Dank wurden dabei keine Per­sonen ver­letzt", atmete noch am nächsten Tag Bad Fried­richs­halls Feu­er­wehr­kom­man­dant Kurt Semen durch. Wie Spieße steckten Holz­teile im Flach­dach beim Auf­schlag­punkt.

Die umher­flie­genden Teile beschädigten auch einen geparkten Pkw. Die Polizei schätzt den Schaden auf über 50 000 Euro.

Eile war danach geboten, damit der Sturm nicht noch mehr Schäden am nun­mehr entblößten Dach anrichten konnte. Gemeinsam mit einem örtli­chen Zim­me­rei­be­trieb sicherten 20 Feu­er­wehrmänner die Unglücks­stelle und spannten eine Folie über das offene Dach.

Es drohte ja auch zusätzlich noch hef­tiger Regen, und dann wären Was­serschäden im neuen Gebäude die Folge gewesen.