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Feuerwehrhaus Güglingen: Stadträte legen Kostenobergrenze fest

Güglingenvon Thomas Dorn, HSt

Maximal 3,8 Mil­lionen Euro darf der Neubau von Feu­er­wehr und Bauhof in Güglingen kosten. Darauf hat sich der Gemein­derat am Diensta­bend verständigt. Die vor­lie­gende Pla­nung wurde gut­geheißen und soll nun dem Land­ratsamt Heil­bronn zur Geneh­mi­gung ein­ge­reicht werden.

Soweit war man in Güglingen aller­dings schon einmal. Bereits im November ver­gan­genen Jahres hatte der Gemein­derat die Pla­nung der Werk­ge­mein­schaft Gut­ten­berger (Stutt­gart) für das größte Hoch­bau­pro­jekt der nächsten Jahre geneh­migt - wenn auch nur mit hauchdünner Mehr­heit. Zehn Rats­mit­glieder stimmten dafür, acht dagegen, eines ent­hielt sich der Stimme.

Die Bau­kosten lagen damals bei rund zehn Mil­lionen Mark (5,1 Mil­lionen Euro). Viel zu viel, wie die FUW-Frak­tion und auch BU-Spre­cher Dr.Martin Haiges meinten. Auf­grund ihrer Inter­ven­tion wurden die Pläne wieder zurückge­zogen und im März diesen Jahres in einer Klau­sur­ta­gung auf Ein­sparmöglich­keiten abge­klopft.

Jetzt lag die "abge­speckte", mehr­fach geänderte Pla­nung samt Kos­ten­be­rech­nung wieder auf dem Rats­tisch. 3,78 Mil­lionen Euro (7,41 Mil­lionen Mark) hat Archi­tekt Dieter Gut­ten­berger für das Gesamt­pro­jekt errechnet. Diese Summe ent­spricht den ursprünglich im Wett­be­werb genannten Kosten und kommt damit den Vor­stel­lungen der meisten Güglinger Räte schon sehr nahe. Martin Haiges setzte aber noch eins drauf: Inklu­sive Aus­stat­tung dürfe die Kos­ten­ober­grenze von 7,5 Mil­lionen Mark nicht über­schritten werden, lau­tete die neu­este For­de­rung seiner BU-Frak­tion, die auch von der FUW-Riege unterstützt wurde.

Bürger­meister Klaus Die­te­rich war es vor allem wichtig, die Pla­nung end­lich beim Land­ratsamt ein­zu­rei­chen. Schließlich soll noch in diesem Jahr Bau­be­ginn sein. "Wir sollten jetzt nicht mehr darüber reden, wo wir noch einen Meter abknab­bern können", ermahnte er die Rats­runde. Die­te­rich hat zwar Bedenken, hält es aber für möglich, die gefor­derte Kos­ten­ober­grenze ein­zu­halten, und auch Archi­tekt Gut­ten­berger ver­sprach: "Wir werden das schaffen." Die War­nung von FUW-Spre­cher Ulrich Herzog hatte er mögli­cher­weise noch im Ohr: " Wenn's auch nur einen Euro darüber geht, müssen Sie schauen, wo Sie den ein­sparen können."

Gut­ten­berger wies noch einmal darauf hin, dass Bauhof und Feu­er­wehr "Zweck­bauten" sein werden. Die hätten zwar durchaus einen Anspruch in puncto Archi­tektur, "doch diese Archi­tektur kostet nicht mehr Geld." "Es ist Zeit, dass wir das Pro­jekt ver­ab­schieden", unter­strich BAM-Spre­cher Joa­chim Esen­wein. Und das tat der Gemein­derat dann auch ein­stimmig, wobei die 3,8 Mil­lionen Euro als Ober­grenze fest­ge­schrieben wurden - Neben­kosten, Hono­rare und Mehr­wert­steuer inbe­griffen.

Die 3,8 Mil­lionen beinhalten im übrigen eine "nor­male" Gebäude­technik. Das noch im ver­gan­genen November favo­ri­sierte inno­va­tive Ener­gie­kon­zept ist zumin­dest vor­erst in der Ver­sen­kung ver­schwunden. FUW-Mann Ulrich Herzog reagierte dann auch recht sauer, als Bürger­meister Die­te­rich andeu­tete, man werde das Thema wieder anspre­chen, "wenn klar ist, dass es einen Zuschuss gibt, der die Sache inter­es­sant macht". "Sie sollten jetzt nicht über das Hin­tertürchen ver­su­chen, die Bau­kosten wieder in die Höhe zu drücken ", herrschte er Die­te­rich an.