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Feuerwehren mahnen Investitionen in Sicherheit an

von Deutscher Feuerwehrverband

Anti­terror-Anstren­gungen noch nicht aus­rei­chend - Hoch­wasser deckt Schwächen auf

Zum Jah­restag der Ter­ror­anschläge vom 11. Sep­tember for­dert der Deut­sche Feu­er­wehr­ver­band (DFV) die Bun­des­re­gie­rung und den Deut­schen Bun­destag auf, nach­haltig in den Kata­stro­phen­schutz zu inves­tieren. Ins­be­son­dere müsse die im Zuge der Anti­ter­ror­be­ra­tungen ver­spro­chene Summe von ins­ge­samt 69 Mil­lionen Euro ohne Abstriche bereit gestellt werden, mahnt der DFV-Vizepräsident Bernd Pawelke vor den in dieser Woche statt­fin­denden Haus­halts­be­ra­tungen.

"Bei der Hoch­wasser-Kata­strophe an Elbe und Donau ist zu Tage getreten, mit welch ver­al­tetem Gerät die Feu­er­wehren als tra­gende Säule des Kata­stro­phen­schutzes ihre Arbeit ver­richten müssen. Fahr­zeuge und Pumpen haben den Belas­tungen der ver­gan­genen Wochen zum Teil nicht mehr stand­ge­halten. Sowohl in den Brand­schutz­ein­heiten als auch bei der ABC-Abwehr gibt es immer noch großen Inves­ti­ti­ons­be­darf in moderne, leis­tungsfähige und störungs­si­chere Technik", sagt der für den Kata­stro­phen­schutz zuständige Vizepräsident des Feu­er­wehr-Spit­zen­ver­bandes.

Nach dem 11. Sep­tember ver­gan­genen Jahres hätten Bund und Länder zwar eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um den Schutz der Bevölke­rung zu ver­bes­sern. Pawelke: "Die Anstren­gungen des Bundes geben aber leider noch nicht das wieder, was für einen leis­tungsfähigen Kata­stro­phen­schutz not­wendig wäre. An die Bun­desländer ergeht unser Appell, ihre Ver­ant­wor­tung für ein effek­tives Gesamt­system wahr­zu­nehmen und an den Pla­nungen enga­giert mit­zu­wirken."

In der Pflicht seien jetzt auch die Abge­ord­neten des Deut­schen Bun­des­tages, die am Don­nerstag und Freitag zu Haus­halts­be­ra­tungen zusammen kommen. Pawelke: "Im lau­fenden Jahr inves­tiert der Bund nach eigenen Angaben 9,2 Mil­lionen Euro in den Zivil­schutz. 60,2 Mil­lionen Euro für 2003 und 2004 sind bisher nur durch Ver­pflich­tungsermächti­gungen abge­si­chert. Dieses Geld ist ohne Abstriche unbe­dingt erfor­der­lich!"

Der Deut­sche Feu­er­wehr­ver­band hatte nach den Anschlägen vom 11. Sep­tember ein Sofort­pro­gramm von min­des­tens 50 Mil­lionen Euro gefor­dert, um die Ausrüstung der Feu­er­wehren auf den Stand der Technik zu bringen. Auch an einer kon­zep­tio­nellen Neu­aus­rich­tung des Kata­stro­phen­schutzes hat der DFV sich betei­ligt. Die Folgen der Hoch­wasser-Kata­strophe werden, koor­di­niert durch den DFV, eben­falls aus­ge­wertet und sollen in künftige Pla­nungen ein­fließen.