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Feuerwehr-Leistungsabzeichen Landkreis Heilbronn

von Andreas Rudlof

40 Gruppen von Frei­wil­ligen Feu­er­wehren aus dem Land­kreis Heil­bronn sowie aus Öster­reich stellten sich erfolg­reich den neuen Richt­li­nien zum Erwerb des baden-württem­ber­gi­schen Feu­er­wehr-Leis­tungs­ab­zei­chens in Bronze, Silber und Gold

Bereits zum 38. Mal war das Land­ratsamt Heil­bronn erfolg­rei­cher Aus­richter für die Leis­tungsprüfungen zum Erwerb der Feu­er­wehr-Leis­tungs­ab­zei­chen des Landes Baden-Württem­berg in den Stufen Bronze, Silber und Gold. Damit leistet der Land­kreis einen wert­vollen Bei­trag zur Förde­rung der feu­er­wehr­tech­ni­schen Aus­bil­dung sowie der Vor­be­rei­tung auf die Anfor­de­rungen bei Einsätzen der Frei­wil­ligen Feu­er­wehren. Neben dem Erlernen bestimmter Ein­satzabläufe, die im Rahmen der oft­mals mehr­mo­na­tigen Vor­be­rei­tungs­dauer den Feu­er­wehr­angehörigen regel­recht in "Fleisch und Blut" über­gehen müssen, stellt ein wesent­li­cher Punkt die Bil­dung und Förde­rung von kame­rad­schaft­li­chen Bin­dungen unter­halb den Feu­er­wehr­mit­glie­dern dar. Jedes Grup­pen­mit­glied erkennt beim Trai­ning, dass sich jeder auf den anderen blind ver­lassen können muss, um das gesteckte Ziel in einem vor­ge­ge­benen Zeit­rahmen pro­blemlos errei­chen zu können.

Ob beim Lösch­an­griff, wel­cher in allen drei Dis­zi­plinen inner­halb kürzester Zeit erfolg­reich durchgeführt werden muss oder dem Prüfungs­teil "tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung" ab Stufe Silber, müssen die Feu­er­wehrmänner und -frauen hier ihr tech­ni­sches Geschick sowie fach­li­ches Können unter Beweis stellen. Bei der Stufe Gold kommt außerdem noch eine schrift­liche Prüfung hinzu, in deren Rahmen die zur Prüfung ange­tre­tenen Feu­er­wehr­angehörigen umfang­reiche theo­re­ti­sche Kennt­nisse unter Beweis stellen müssen.

So waren von ursprünglich 41 gemel­deten Gruppen ins­ge­samt 40 ange­treten, um sich erst­malig den überar­bei­teten Abnahme-Richt­li­nien zu stellen. 22 Ein­heiten hatten sich zum Erwerb des Feu­er­wehr-Leis­tungs­ab­zei­chens in Bronze gemeldet. Jeweils neun Gruppen hatten sich den Prüfungen gestellt, um die Feu­er­wehr-Leis­tungs­ab­zei­chen der Stufen "Silber" und "Gold" zu errei­chen. Dar­unter waren auch zwei Gruppen aus dem öster­rei­chi­schen Tschag­guns/Lat­schau, der Part­ner­feu­er­wehr der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall, erfolg­reiche Teil­nehmer. Zum Abschluss konnte Kreis­brand­meister Hans-Wil­helm Hans­mann eine posi­tive Leis­tungs­bi­lanz ziehen: 37 Gruppen konnten sich in Ils­feld direkt die Abzei­chen ihrer jewei­ligen Leis­tungs­stufe ans Revers heften. Drei Gruppen waren eine Woche später erneut zu den Wie­der­ho­lungsprüfungen in Neckar­sulm mit Erfolg ange­treten.

Im Jahre 1963 wurden erst­mals Grundsätze zum Erwerb der baden-württem­ber­gi­schen Feu­er­wehr-Leis­tungs­ab­zei­chen fest­ge­legt und in Heil­bronn der Feu­er­wehröffent­lich­keit vor­ge­stellt. 26 Jahre später wurden die Abnah­me­richt­li­nien erst­mals überar­beitet und so die drin­gend not­wen­dige Anpas­sung an die gestie­gene Viel­falt der Scha­dens­er­eig­nisse vor­ge­nommen.Seit 1989 hat es aber­mals zahl­reiche Verände­rungen gegeben: Feu­er­wehr-Dienst­vor­schriften wurden überar­beitet bzw. neu eingeführt und auch bei der persönli­chen Schutz­ausrüstung sowie in der Fahr­zeug- und Gerätetechnik haben sich zahl­reiche Ände­rungen ergeben, sodass eine Überar­bei­tung zwin­gend erfor­der­lich war.

Das Schieds­rich­ter­team um Obmann Kurt Semen sorgte über den gesamten Ver­lauf der Leis­tungsprüfungen für eine durchweg faire Bewer­tung der ein­zelnen Übungsabläufe.

So hatten sich über die zwei Ver­an­stal­tungs­tage auf dem Zuckerrüben­platz in Ils­feld Ger­hard Merkle (Unter­ei­sesheim), Kurt Semen (Bad Fried­richs­hall), Günter Bau­mann (Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn), Günter Malik (Frei­wil­lige Feu­er­wehr Heil­bronn), Man­fred Rapp (Güglingen), Franz Rit­ten­auer (Offenau), Wolf­gang Rauh (Neckar­sulm), Harald Zeyer (Bra­cken­heim), Hardy Hil­kert (Ober­sulm), Günter Lau­ter­wasser (Ils­feld), Rudolf Schuster (Neu­en­stadt a.K.), Marion Thiel (Bra­cken­heim) und Max Weiß (Oed­heim) als Schieds­richter für die Übungs­be­wer­tungen zur Verfügung gestellt.