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Feuerwehr-Gottesdienst handelte vom Helfen

Abstattvon Ute Knödler

In regelmäßigen Abständen treffen sich die Frauen und Männer der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Abstatt zur Aus­fahrt am Sonn­tag­morgen. Oft ist ihr Ziel ein Fest in der Umge­bung oder der Besuch einer anderen Feu­er­wehr. Diesmal ging's zum Got­tes­dienst in die evan­ge­li­sche Ste­pha­nus­kirche in Abstatt.

Rund 50 Kame­raden nahmen in ihrer Uni­form am Got­tes­dienst teil, der anläßlich der Visi­ta­tion von Dekan Otto Ziegler aus Mar­bach fest­lich gestaltet wurde. Seit ein­ein­halb Jahren ist Pfarrer Ralph Her­mann Mit­glied der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr und als Not­fall­seel­sorger tätig.

„Schon in zwei Fällen waren wir froh, dass Pfarrer Her­mann die am Unfall betei­ligten Men­schen und ihre Angehörigen seel­sor­ger­lich betreut hat. Ein Kom­man­dant ist da ein­fach über­for­dert“, sagte der Abstatter Kom­man­dant Peter Pfeffer. Aber auch für die Ein­satzkräfte der Feu­er­wehr sei es wichtig, über das Erlebte zu spre­chen, um die Eindrücke ver­ar­beiten zu können, meinte der Feu­er­wehr-Chef weiter.

In einer Bil­der­schau sahen die Gemein­de­glieder ihren Pfarrer, den Talar gegen die Feu­er­wehr­ausrüstung ein­ge­tauscht, im Ein­satz. „Ich bin Feuer und Flamme für die Feu­er­wehr“, tat der Seel­sorger kund.

Das Motto der Feu­er­wehren „Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr “ griff Ralph Her­mann in seiner Pre­digt auf. Die Leser des Römer­briefes werden auf­ge­for­dert: „Helft anderen, die in Not geraten sind.“ Das passe genau zu den Auf­gaben einer Feu­er­wehr: retten, löschen, bergen und schützen. Aber wenn nur noch das Gebet am Straßenrand, das Trauern mit den Angehörigen bleibe. „Wie werden wir die Erin­ne­rungen los? - Gott kann diese schreck­li­chen Bilder auslöschen“, ist sich der Pfarrer sicher. Feuer stehe auch für das Wesen Gottes, drücke seine Liebe zu den Men­schen aus. „Wir haben als Christen eine Hoff­nung über das Leben hinaus. Nur so kann ich Seel­sorge leisten.“

„Leben, um zu helfen und helfen, um zu leben“, nannte Dekan Otto Ziegler die gemein­samen Auf­gaben von Kirche und Feu­er­wehr.

Viel Bei­fall bekamen die Mit­glieder des Posau­nen­chors und die Sängerin Ste­fanie Auer­hammer für die musi­ka­li­sche Umrah­mung des Fest­got­tes­dienstes in der Abstatter Ste­pha­nus­kirche.

21.10.2003