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Einsatzrekord im Jahre 2002 - 75 Alarmierungen: Menschen und Tieren Leben gerettet

Möckmühlvon Herbert Darilek FF Möckmühl

Mit 75 Alar­mie­rungen ver­zeich­nete die Feu­er­wehr in Möckmühl im ver­gan­genen Jahr eine neue Höchst­marke. In 1.928 Ein­satz­stunden waren die frei­wil­ligen Feu­er­wehrmänner mit ihrer Arbeit für die All­ge­mein­heit im Ein­satz.

Den Schwer­punkt bil­deten, so Kom­man­dant Jürgen Fritz, hierbei 27 Brand­einsätze sowie 29 tech­ni­sche Hil­fe­leis­tungen. So war die Wehr unter anderem bei 5 Gebäudebränden, 11 KFZ Bränden und 7 Flächenbränden gefor­dert. Im Bereich tech­ni­sche Hilfe han­delte es sich um 12 Kfz-Unfälle, 7 Einsätze wegen aus­lau­fendem Kraft­stoff oder Öl sowie z.B. die Hoch­was­ser­si­che­rung, umgestürzte Bäume, Per­so­nen­ret­tungen oder Ver­kehrs­si­che­rungsmaßnahmen.

Eben­falls zuge­nommen hatten die Fehl­alar­mie­rungen die von 10 im Jahre 2001 auf 17 ange­stiegen sind. Hierbei han­delte es sich in erster Linie um Brand­mel­de­an­lagen in größeren Gebäuden.

Den größten Ein­satz hatte die Wehr in Möckmühl zusammen mit den Abtei­lungen aus Bit­tel­bronn und Züttlingen beim Brand eines land­wirt­schaft­li­chen Anwe­sens in Sie­gel­bach, bei dem ein Sach­schaden von ca 150.000 EUR ent­stand. Bei dem Ein­satz waren 65 Feu­er­wehr­angehörige, dar­unter 12 unter Atem­schutz im Ein­satz. Der Feu­er­wehr gelang neben der Brandbekämpfung u.a. die Ret­tung von 40 Kühen aus dem Stall.

Bei den wei­teren Brand­einsätzen ist in erster Linie auch der Brand eines Back­ofens in der Grund­schule Möckmühl am 13. Dez. zu erwähnen, bei dem zahl­reiche Schüler mit der Dreh­leiter aus ihren Klas­sen­zim­mern geborgen werden mussten.

Mit schwie­rigen und belas­tenden Situa­tionen wurden die Feu­er­wehrmänner auch immer wieder bei Alar­mie­rungen zu Ver­kehrsunfällen kon­fron­tiert. Mehr­fach konnten die Fahr­zeug­insassen nur noch tot geborgen werden. Aber auch die Ber­gung der ver­letzten Per­sonen stellte die Ret­tungskräfte vor große phy­si­sche und psy­chi­sche Belas­tungen.

Kom­man­dant Fritz erwähnte in diesem Bereich einen PKW Unfall auf der A81 am 19. März 2001 (s.Foto), bei dem der Fahrer nur noch tot geborgen werden konnte oder einen Unfall mit umgestürzten Beton­mi­scher, bei dem der Bei­fahrer ums Leben kam.

Lebend geborgen wurden u.a. der Fahrer eines LKW, der zwi­schen Möckmühl und Züttlingen ver­unglückte (s. Foto) sowie meh­rere Unfall­be­tei­ligte bei Unfällen, vor allem auf der A81.

Eine mit großem Auf­wand am 13. / 14. November durchgeführte zweitägige Per­so­nen­suche in Möckmühl-Korb, bei der neben den Feu­er­wehren aus Möckmühl und Korb auch das DRK, das THW und die Polizei betei­ligt war, ver­lief eben­falls erfolg­reich. Nach annähernd 24 Stunden konnte die ver­misste Frau zwar mit Unterkühlungen aber sonst wohl­be­halten dem DRK überg­eben werden.

Um diese vielfältigen Auf­gaben erfolg­reich bewältigen zu können, waren umfang­reiche Übungen erfor­der­lich. So wurden ins­ge­samt 19 Übungen und Fort­bil­dungsmaßnahmen mit über 3000 Übungs­stunden durchgeführt.

Info: Wer Inter­esse an einer Mit­ar­beit in der Feu­er­wehr Möckmühl hat: der nächste Übungs­termin ist am Freitag, 7. Februar 2003 im Feu­er­wehrgerätehaus Möckmühl, Daim­lerstr. 4. Infos erteilt auch Kom­man­dant Jürgen Fritz unter Tel. 06298 / 9270888.