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Ein frisches Bett für den Großlüfter

Neuenstadt a.K.von Klaus Thomas Heck, HSt

„Seit fünf Jahren spre­chen wir über die neuen Fahr­zeugplätze. Viele haben schon nicht mehr dran geglaubt“, sagt Kom­man­dant Rudolf Schuster. Am Mitt­woch war es end­lich soweit: Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr weihte ihren 344 000 Euro teuren Erwei­te­rungsbau ein.

„Am schwie­rigsten war der Zeit­druck“, sagt Bau­leiter Benno Kos. Spa­ten­stich war im Juni, das Richt­fest schon im Oktober. Die Brandbekämpfer sind im halben Erd­ge­schoss des zweistöckigen Gebäudes unter­ge­bracht, den Rest wird Mitte nächsten Jahres die Orts­gruppe des Roten Kreuzes belegen. 140 Qua­drat­meter stehen den Feu­er­wehr­leuten zur Verfügung, hinzu kommt ein wet­ter­fester Übergang zum alten Magazin.

„Der Neubau ist schön geworden“, findet Kreis­brand­meister Hans-Wil­helm Hans­mann. „Hell und freund­lich.“ An dem vier Meter hohen Bau hat der gesamte Land­kreis ein vitales Inter­esse. Der mobile Großven­ti­lator, ein Spe­zi­algerät zur Bekämpfung von Tun­nelbränden, wird hier unter­ge­bracht sein. „Ein Feu­er­wehr­ma­gazin, das dafür hoch genug ist, finden Sie sonst im gesamten Land­kreis nicht. “ Hinzu kommt die günstige Auto­bahn­an­bin­dung.

Hans­mann: „Einen bes­seren Standort als Neu­en­stadt gibt es nicht. “ Seit Oktober stand der 7,5-Tonnen-Wagen im städti­schen Bauhof. „Heute“, meint Abtei­lungs­kom­man­dant Roland Grünagel, „ist sozu­sagen die erste Nacht, in der unser Lüfter in seinem neuen Bett schläft.“ Das Fahr­zeug ist bun­des­weit das ein­zige seiner Bauart: Inner­halb von zehn Minuten ist der Großven­ti­lator kom­plett abnehmbar und kann auf die Schiene ver­legt werden. „Den will natürlich jeder fahren.“

Auch das Auto der Jugend­feu­er­wehr findet in dem Erwei­te­rungsbau eine neue Heimat. Es hat bereits eine kleine Odyssee hinter sich. Zunächst stand es im alten Feu­er­wehr­ma­gazin in der Helm­bund­straße, dann in der Alten Kelter und zuletzt in einer pro­vi­so­ri­schen Fer­tig­ga­rage. „ Jetzt lösen sich viele Platz­pro­bleme“, sagt Bürger­meister Rolf Ber­nauer. Die Werk­statt erhält einen eigenen Raum.

An den Bau­kosten von 344 000 Euro betei­ligt sich das Land mit 54 000. Gespart wird aller­dings an den Außenan­lage. Weil hier die Aus­schrei­bung deut­lich über dem Kos­ten­rahmen von 62 000 Euro lag, werden nur zehn statt der ursprünglich geplanten 33 Parkplätze fertig gestellt. Die übrigen werden ledig­lich „ein­ge­schot­tert“ und als Fläche aus­ge­wiesen.

Ber­nauer: „Jetzt fehlt uns eigent­lich bloß noch das gemein­same Feu­er­wehrgebäude für Stein und Kochertürn.“ Darauf wird er wohl noch eine Zeit­lang warten müssen. Kreis­brand­meister Hans­mann: „Das ist ange­sichts des deso­laten Lan­des­haus­halts zur­zeit unmöglich.“