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DRK: Katastrophen-Einsatzfahrzeug vorgestellt

von Jürgen Kunz, HSt

Nach den Ereig­nissen vom 11. Sep­tember 2001 in den USA hat der Kata­stro­phen­schutz auch in Baden-Württem­berg einen neuen Stel­len­wert erhalten. 40 spe­zi­elle Fahr­zeuge, aus­ge­stattet zum Ein­richten von Behand­lungsplätzen bei Großscha­dens­er­eig­nissen, wurden dafür nun vom Land beschafft.

Zwei davon kamen in den Stadt- und Land­kreis Heil­bronn, wovon eines bei der neu gegründeten Rot­kreuz-Gruppe „Technik und Sicher­heit“ in Lein­garten sta­tio­niert ist. Uli Fischer als Grup­penführer, Holger Gierke, Stefan Koch, Andreas Krieger, Markus Zipper und Maik Hudak gehören der Gruppe an. Gemeinsam mit ihrem Vor­sit­zenden, Dr. Georg Breuer, stellte die Mann­schaft am Diens­tag­abend ihr neues Ein­satz­fahr­zeug vor.

„Wichtig ist, dass alle Per­sonen und Gruppen, die mit dem neuen Fahr­zeug zu tun haben, dessen Möglich­keiten kennen lernen“, erklärte Breuer bei der Präsen­ta­tion. So waren neben der Lein­gar­tener Frei­wil­ligen Feu­er­wehr und dem Tech­ni­schen Hilfs­werk die Not­fall­seel­sorge, der Orga­ni­sa­to­ri­sche Leiter Ret­tungs­dienst, die lei­tende Not­arzt­gruppe im Stadt- und Land­kreis, Mit­ar­beiter der Ein­satz­gruppe Mitte und die Ret­tungs­leit­stelle ein­ge­laden, sich mit dem Fahr­zeug der Son­der­ein­satz­gruppe (SEG) ver­traut zu machen.

Das rund 40 000 Euro teure Fahr­zeug ist mit allem aus­ge­stattet, was man bei einem Großscha­dens­er­eignis unter den Stich­worten „Wärme - Licht - Tro­cken­heit“ zum Ein­richten eines Behand­lungs­platzes braucht: Zwei beheiz­bare 30-Qua­drat­meter-Zelte gehören ebenso dazu wie ein 8,7-Kilo­watt-Not­strom­ag­gregat, 25 Feld­betten und die Beleuch­tungs­ein­heit „Power Moon“, mit der der Behand­lungs­platz hell aus­ge­leuchtet werden kann.

Das SEG-Fahr­zeug wurde zwar vom Land finan­ziert, aller­dings musste der Orts­verein des Deut­schen Roten Kreuzes Lein­garten für die persönliche Ausrüstung von sechs Mit­ar­bei­tern in der Gruppe auf­kommen. Für die spe­zi­elle Ein­satz­klei­dung und Funk­melder waren pro Mit­ar­beiter rund 1000 Euro not­wendig. Die örtli­chen Gewer­be­trei­bende unterstützten das Rote Kreuz mit Spenden.

13.11.2003