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Die Jugendwehr polierte den Fuhrpark auf Hochglanz

Fleinvon Hans-Ulrich Köhler, HSt

Der "Tag der Feu­er­wehr" am Samstag wird in Stutt­gart anlässlich des Landes-Geburts­tags mit "großen Bahnhof" gefeiert. Was draußen im Lande geschieht, ist der Eigen­in­itia­tive der Wehren über­lassen. Nicht alle machen mit. Die Fleiner sind dabei und haben den Tag der Jugend­wehr gewidmet.

Diese liegt nicht nur dem Kom­man­danten Martin Stähle, son­dern allen Aktiven am Herzen. Vor dem Gerätehaus sind alle Fahr­zeuge der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Flein auf­ge­stellt.

Die Jungen fum­meln noch kräftig daran, um alles auf Hoch­glanz zu bringen für die Besu­cher. Neben dem Kom­man­dan­ten­fahr­zeug, das einst aus der Kame­rad­schafts­kasse finan­ziert wurde, steht ein Schlepper, den die Jungen zwei Jahre lang mit Liebe und roter Farbe her­ge­richtet haben.

Bis der Traktor ins Rollen kam, haben sie aller­hand dabei gelernt.

In der Mitte aber glänzt der Stolz der Wehr, das Rosen­bauer-Tanklöschfahr­zeug, das auch etliche Jahre nach dem Erhalt zum Jubiläum noch als hoch­mo­dern gilt. Alle Möglich­keiten der Brandbekämpfung erfüllt es.

Wer an ihm aus­ge­bildet wird, kann glücklich sein. Natürlich hat das Löschfahr­zeug nur wenige Sitzplätze, denn die Voll­ausrüstung nimmt jeden Winkel ein.

Kran­ken­tragen und Sanitätsma­te­rial gehören auch zur Aus­stat­tung. Für die Mann­schaft steht ein Kleinbus als Trans­port­wagen zur Verfügung, der zwar auch schon einige Jahre auf dem Buckel hat, aber voll ein­satzfähig ist.

Eine Genug­tuung für Stähle ist es, dass sechs Jugend­be­treuer gefunden wurden, die sich um die Aus­bil­dung des etwa 20-köpfigen Nach­wuchses neben ihrem aktiven Dienst kümmern. Das Ste­cken­pferd des Kom­man­danten ist der vor­beu­gende Brand­schutz.

Wenn es brenne, sei es oft zu spät, Men­schen­leben zu retten. Von den 600 Todesfällen und etwa 8000 Schwer­ver­letzten, die pro Jahr bei Bränden in Pri­vat­woh­nungen zu beklagen seien, kämen 80 Pro­zent durch den Rauch zu Schaden, davon 70 Pro­zent zwi­schen 23 und 7 Uhr nachts.

Des­halb lautet der Appell des Kom­man­danten: Jeder Haus­halt sollte mit Rauch­mel­dern aus­ge­stattet sein, die durchaus erschwing­lich seien. Des­halb gibt es einen Infor­ma­ti­ons­stand.

Stähle lädt die vierten Klassen der Grund­schule alljährlich zur Aufklärung ein. Sein Motto: "Ihr braucht daheim nichts zu erzählen, nur das, was über die lebens­ret­tenden Rauch­melder gesagt wird."

Dass der "Tag der Feu­er­wehr" in Flein der Jugend vor­be­halten ist, ist dem Kom­man­danten gerade recht, denn die Aktiven sind mit 25 Mann beim Trol­linger Mara­thon am Sonntag in den Fleiner Straßen voll im Ein­satz.