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Beim Badeunfall waren alle ein Team

Zaberfeldvon Petra Schmidt, HSt

An einem Sonn­tag­morgen im August treffen nor­ma­ler­weise zahl­reiche Badegäste an der Ehmets­klinge bei Zaber­feld ein. Ganz anders am ver­gan­genen Sonntag. Nur den Ein­satz­satzkräften der Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn, der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Zaber­feld, der Polizei und der Deut­schen Lebens­ret­tungs­ge­sell­schaft (DLRG) war ein Vor­dringen zum See möglich.

Bereits am Sams­tag­abend ist ein Schwimmer als ver­misst gemeldet worden (wir berich­teten). Bis nach Mit­ter­nacht haben Tau­cher der Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn und der DLRG den See abge­sucht.

Aus dem Bezirk Heil­bronn waren die Orts­gruppen Gun­dels­heim, Lauffen, Lein­garten und Heil­bronn mit Bootsführern und Tau­chern vor Ort. Die Orts­gruppen Bönnig­heim und Vaih­ingen aus dem Bezirk Lud­wigs­burg wurden auf­grund des neuen Alar­mie­rungs­kon­zeptes für das Erho­lungs­ge­biet Zaber­feld mit ange­for­dert.

Gerade beim Erho­lungs­ge­biet Zaber­feld macht es Sinn über die Kreis­grenzen hinaus zu gehen. Es ist schon eine Ironie des Schick­sals, dass die Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn und die DLRG dieses Alar­mie­rungs­kon­zept anwenden mussten, obwohl es noch nicht offi­ziell ver­ab­schiedet ist.

Da die Suche Sams­tag­nacht erfolglos ver­lief, wurde der Ein­satz am Sonn­tag­morgen mit Ein­satzkräften aus Gun­dels­heim, Heil­bronn, Lauffen, Möckmühl, Neckar­sulm und Unter­grup­pen­bach fort­ge­setzt. Die Ein­satz­leiter der Berufs­feu­er­wehr und der DLRG teilten die Tau­cher so ein, dass jeder Fleck des Sees sys­te­ma­tisch abge­sucht wurde.

Die Ein­satz­boote nahmen die vor­han­denen Tret­boote ins Schlepptau und fuhren diese samt Tau­cher und Lei­nenführer zur Ein­satz­stelle. Die Tret­boote wurden an Bar­rieren oder vor­be­rei­teten Seilen fest­ge­macht und boten somit eine opti­male Tauch­platt­form.

Da auch vom gegenüber­lie­genden Ufer getaucht wurde, hatten Feu­er­wehr und DLRG ständig bis zu sechs Tau­cher im Wasser. Nach rund drei Stunden konnte die Suche beendet werden, die Leiche wurde in etwa sechs Metern Was­ser­tiefe gefunden. Man konnte förmlich spüren, wie die Anspan­nung von jedem ein­zelnen Tau­cher fiel.

Jeder war doch mit gemischten Gefühlen im Wasser. Zum einen bestand der Wunsch die ver­misste Person zu finden, zum anderen hoffte jeder, ein anderer würde fündig werden.

Zu der hohen psy­chi­schen Belas­tung kommt noch hinzu, dass in der Ehmets­klinge nahezu Null-Sicht-Verhältnisse herr­schen. Ein Finden war also fast nur durch Ertasten möglich. Hier hat sich wieder einmal gezeigt, wie wichtig ständige Übungen gerade in sol­chen Gewässern sind.

Aller­dings machten die Ret­tungs­tau­cher ihrem Namen keine Ehre, leider konnten sie hier nicht mehr retten son­dern nur noch bergen. Dieser Bade­un­fall macht deut­lich, wie wichtig die Präven­tion ist, die die Ret­tungs­schwimmer der DLRG in Bädern und Seen leisten.

Die Zusam­men­ar­beit der Orga­ni­sa­tionen vor Ort klappte vor­bild­lich. Die Ein­satzkräfte der Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn, der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Zaber­feld und der DLRG waren ein Team.