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ZFeu-Entwurf entspricht nicht den Erwartungen der Feuerwehren

von Kreisfeuerwehrverband Heilbronn

Beim Kom­man­dan­ten­se­minar am letzten Wochen­ende befassten sich die Kom­man­danten der Feu­er­wehren im Land­kreis Heil­bronn unter anderem mit dem Ent­wurf der neuen Zuwen­dungs­richt­li­nien Feu­er­wehr, der Ver­wal­tungs­vor­schrift Aus- und Fort­bil­dung und dem Gesetz­ent­wurf zur Einführung von Fahr­be­rech­ti­gungen für Feu­er­wehr­angehörige.

Als Fazit lässt sich fest­stellen, dass der Ent­wurf der neuen Zuwen­dungs­richt­li­nien für die Feu­er­wehren nicht deren Erwar­tungen ent­spricht. Nicht nach­voll­ziehbar ist zum Bei­spiel die Kürzung bei den TSF-W. Die vor­ge­sehen Erhöhungen bei den übrigen Fahr­zeugen decken nicht einmal ansatz­weise die Mehr­kos­ten­ent­wick­lungen der zurücklie­genden Jahre.

Begrüßt wird, dass es auch zukünftig sowohl eine Pau­schal- als auch eine Pro­jektförde­rung geben soll. Aller­dings sind die Führungskräfte der Auf­fas­sung, dass es im Bereich der Pau­schalförde­rung eine Erhöhung geben müsste, denn gerade im Ver­wal­tungs­haus­halt der Kom­munen werde oft der Rot­stift ange­setzt und die Kom­man­danten müssten sich gerade im Bereich der Schutz­klei­dung, der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­technik, bei der Kleingerätebe­schaf­fung usw., um eine sach­ge­rechte Mit­tel­aus­stat­tung bemühen.

„Völlig inak­zep­tabel ist jedoch die Neu­re­ge­lung, dass die bis­he­rige Frist inner­halb der mit einer bewil­ligten Maßnahme begonnen sein muss, von 9 auf 6 Monate verkürzt werden soll“, so Rein­hold Gall. Das Erstellen von kom­plexen Aus­schrei­bungs­un­ter­lagen ist nicht im Schnell­ver­fahren zu erle­digen son­dern erfor­dert auch viel Abstim­mung zwi­schen Feu­er­wehr und Ver­wal­tung und dies brauche seine Zeit.

Abge­lehnt wird von den Kom­man­danten die ver­bin­dende Fest­le­gung das Leis­tungs­ab­zei­chen in Bronze zum Bestand­teil der Trupp­mann­aus­bil­dung zu machen. Gerade in der Alters­gruppe die hiervon betroffen wäre, kommen auch Belas­tungen in der Schule bzw. der Berufs­aus­bil­dung hinzu. Rein­hold Gall: „Wir sollten die jungen Men­schen nicht über Gebühr zeit­lich belasten. Wer den Trupp­mann­lehr­gang absol­viert, den 2-jährigen Aus­bil­dungs- und Übungs­dienst durchläuft, Zusatz­qua­li­fi­ka­tionen wie Sprech­funker und Atem­schutzgeräteträger erwirbt, eine Heißaus­bil­dung macht, der hat unter Beweis gestellt, das er leis­tungs­be­reit sei. Der Erwerb der Leis­tungs­ab­zei­chen kann, und soll sich nach Auf­fas­sung der Führungskräfte, hieran dann anschließen.“

Auch der Kreis­jun­gend­feu­er­wehr­wart Knut Stein­bauer schließt sich dieser Auf­fas­sung an und weißt darauf hin, dass es wenig förder­lich sei, so ziem­lich alles was an Aus­bil­dung möglich ist, in die ersten zwei Jahre des aktiven Dienstes zu packen. Gerade die Leis­tungs­ab­zei­chen sind Moti­va­ti­ons­an­reize auf die man nicht ver­zichten will, aber erst nach Ende der Grund­aus­bil­dung.