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Weg für eine bessere Unfallversicherung ist frei

von Medienteam KFV Heilbronn

Auf Druck des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes (DFV) können kurz­fristig Lücken im Unfall­ver­si­che­rungs­schutz für ehren­amt­liche Feu­er­wehr­leute geschlossen werden: Eine bun­des­ein­heit­liche „Mus­ter­richt­linie für Unterstützungs­leis­tungen im Zusam­men­hang mit dem Dienst in Feu­er­wehren“ soll bei so genannten Vorschäden oder schick­sals­be­dingten Leiden pau­schale Zah­lungen ermögli­chen.

„Mit Inkraft­treten der Richt­linie können die Entschädigungs­leis­tungen für unsere Feu­er­wehrmänner und -frauen ver­bes­sert werden“, sagt DFV-Präsident Hans-Peter Kröger. „Dies erfolgt im Sinne unserer 60. Dele­gier­ten­ver­samm­lung Ende Juni in Stutt­gart. Sie hatte einen Ver­si­che­rungs­schutz unabhängig von dem vor­he­rigen Gesund­heits­zu­stand des Ver­si­cherten gefor­dert.“

Initiator der For­de­rung war der Ver­band der Feu­er­wehren in Nord­rhein-West­falen. In der Folge gab es Gespräche mit der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung (DGUV). Der Rechts­fra­gen­aus­schuss der DGUV erar­bei­tete die vor­lie­gende Mus­ter­richt­linie. Gemäß Richt­linie sollen in den Ländern sepa­rate Entschädigungs­fonds gebildet werden. Sie sollen bei Gesund­heitsschäden ein­treten, wenn keine Entschädigungs­ansprüche nach dem Siebten Buch des Sozi­al­ge­setz­bu­ches bestehen.

Präsidi­alrat emp­fiehlt Einführung von Entschädigungs­fonds in den Ländern

Bei der Herbst­ta­gung des Präsidi­al­rates in Bonn haben sich jetzt die Spitzen der Lan­des­feu­er­wehr­verbände und Bun­des­gruppen im DFV mit dem Ent­wurf befasst. DFV-Präsident Kröger: „Der Präsidi­alrat hat emp­fohlen, die Mus­ter­richt­linie für Unterstützungs­leis­tungen im Zusam­men­hang mit dem Dienst in Feu­er­wehren auf Lan­des­ebene umzu­setzen und ent­spre­chende Erfah­rungs­werte zu sam­meln. Diese sollen nach einem Jahr aus­ge­wertet werden. Jetzt sind die Unfall­ver­si­che­rungsträger der Feu­er­wehren am Zug, eine schnelle Ver­bes­se­rung der Situa­tion zu ermögli­chen. Der Weg dafür ist frei.“

Quelle: Deut­scher Feu­er­wehr­ver­band