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Warnung vor Grillen mit Holzkohle in Innenräumen

Stadt- und Landkreis Heilbronnvon Medienteam KFV Heilbronn

Lan­des­brand­di­rektor Dr. Karsten Hom­rig­hausen: „Koh­len­mon­oxid ist eine unsicht­bare Gefahr und wirkt schon nach kurzer Zeit tödlich“

„Wer in geschlos­senen Räumen einen Holz­koh­le­grill ent­facht, der begibt sich in ein fast schon unkal­ku­lier­bares Risiko. Ver­bren­nungs­gase ver­breiten sich unbe­merkt im Raum und können zu schweren Ver­gif­tungen und schlimms­ten­falls zum Tod führen.“ Das sagte Lan­des­brand­di­rektor Dr. Hom­rig­hausen. am Dienstag, 24. Januar 2017, in Stutt­gart.

In der Nacht vom 22. auf den 23. Januar 2017 hatte ein 43-jähriger sich schwer ver­letzt, als er den kurz zuvor betrie­benen Grill in seine Woh­nung gebracht hatte. Durch die ent­stan­dene hohe Koh­len­stoff­mon­oxid-Kon­zen­tra­tion erlitt der Fami­li­en­vater eine Rauch­gas­ver­gif­tung. „Man kann es nicht deut­li­cher sagen: Wer in Innenräumen grillt, mit einem offenen Feuer oder mit einem nicht sachgemäß instal­lierten Kamin heizt, spielt mit seinem Leben“, so Dr. Hom­rig­hausen.

Wenn koh­len­stoff­hal­tiges Mate­rial wie Holz­kohle nicht vollständig ver­brennt, ent­steht Koh­len­mon­oxid. Bei man­gel­hafter Luft­zu­fuhr, zum Bei­spiel in geschlos­senen Räumen, ist der Anteil der unvollständig ver­brannten Kohle beson­ders hoch und es besteht akute Ver­gif­tungs­ge­fahr. „Koh­len­mon­oxid ist farb- und geruchlos, der Betrof­fene ahnt nichts von der tödli­chen Gefahr. Nach dem Ein­atmen wird es schnell über die Lunge auf­ge­nommen und kann bereits nach wenigen Minuten tödlich wirken“, warnt der Lan­des­brand­di­rektor.

Die typi­schen Alarm­si­gnale einer Ver­gif­tung sind Kopf­schmerzen, Schwindel, Ohren­sausen, Sehstörungen, Erbre­chen, Kurz­at­mig­keit und Mus­kel­schwäche. Bei mit­tel­schweren bis schweren Ver­gif­tungen färbt sich die Haut hellrot. Anfangs können Erre­gungs­zustände, später Bewusst­seinstrübungen auf­treten. Tiefes Koma, Krampfanfälle, Herz­rhyth­musstörungen bis zum Kol­laps sind wei­tere Folgen. Wenn eine Koh­len­mon­oxid­ver­gif­tung ein­tritt, ist es wichtig, dass die betrof­fene Person schnell behan­delt wird, sonst drohen Lang­zeitschäden.

Tipps, um gefährliche Situa­tionen zu ver­meiden:

- Benutzen Sie Holz­koh­le­grills nie in geschlos­senen Räumen, auch nicht als Wärme­quelle.

- Feue­rungs­an­lagen wie Kaminöfen dürfen nur in Betrieb genommen werden, wenn der Bezirks­schorn­stein­fe­ger­meister die

- Brand­si­cher­heit und die sichere Abgasführung beschei­nigt hat.

- Lesen Sie in jedem Fall vor Inbe­trieb­nahme eines Heizgerätes die beigefügte Bedie­nungs­an­lei­tung sorgfältig durch und beachten Sie die Sicher­heits­hin­weise.

- Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren zuständigen Bezirks­schorn­stein­fe­ger­meister.

Quelle: Innen­mi­nis­te­rium Baden-Württem­berg