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Vor Silvester Appell zu Respekt gegenüber Rettern

von Deutscher Feuerwehrverband

Bun­des­mi­nis­terin a. D. Claudia Craw­ford appel­liert zum Jah­res­wechsel an alle fei­ernden Men­schen, Respekt gegenüber Ein­satzkräften zu zeigen. „Zehn­tau­sende Feu­er­wehrmänner und -frauen werden auch in der Sil­ves­ter­nacht haupt- und ehren­amt­lich schnelle Hilfe bei Bränden, Unfällen und medi­zi­ni­schen Notfällen bringen. Immer öfter werden sie beson­ders in dieser Nacht behin­dert oder sogar tätlich ange­griffen. Das ist unerträglich. Wer Ret­tungskräfte gefährdet, der legt auch die Axt an jede Form der soli­da­ri­schen Bürger­ge­sell­schaft“, sagt die Bei­rats­vor­sit­zende des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes (DFV).

Mit der zuneh­menden Zahl von Vor­komm­nissen hat sich in diesem Jahr, auch auf Initia­tive des DFV, die Innen­mi­nis­ter­kon­fe­renz befasst. Die Innen­mi­nister halten „ange­sichts des deut­li­chen Anstiegs der Wider­stands­hand­lungen gegen Poli­zei­be­amte sowie der wach­senden Anzahl von Überg­riffen auf Feu­er­wehr­leute und Ret­tungskräfte eine Novel­lie­rung der einschlägigen straf­recht­li­chen Sank­ti­ons­normen für geboten, um den straf­recht­li­chen Schutz dieses Per­so­nen­kreises zu ver­bes­sern“ (Auszug Pres­se­erklärung Herbst­kon­fe­renz der Innen­mi­nister und -sena­toren 2009).„Der Brand­schutz wird in Deutsch­land ganz über­wie­gend ehren­amt­lich getragen. Mehr als eine Mil­lion Men­schen sind in den Frei­wil­ligen Feu­er­wehren vor Ort in ihren Stadt­teilen und Gemeinden aktiv. Feu­er­wehr ist echte Nach­bar­schafts­hilfe“, erläutert Bun­des­mi­nis­terin a. D. Craw­ford. „Des­halb bedarf es Ach­tung und Cou­rage der Bürge­rinnen und Bürger. Feu­er­wehr­leute sind enga­gierte Nach­barn und keine Blitz­ab­leiter für den Frust anderer. Dies sollten Eltern auch ihren Kin­dern ver­mit­teln.“An bun­des­weit mehr als 17.000 Stand­orten leisten die Feu­er­wehren enga­gierte Jugend­ar­beit. Craw­ford: „Die Jugend­feu­er­wehren ver­mit­teln ihren Mit­glie­dern Werte wie Respekt, Enga­ge­ment, Tole­ranz und demo­kra­ti­sches Verständnis. Die Deut­sche Jugend­feu­er­wehr als natio­nales Dach ist par­tei­po­li­tisch neu­tral und führt zum Bei­spiel Pro­jekte zur Inte­gra­tion, zur gesell­schaft­li­chen Teil­habe junger Men­schen und gegen Rechts­extre­mismus durch – frei nach dem Motto: Demo­kratie steckt an.“„Infor­ma­tionen zur Mit­glied­schaft geben die örtli­chen Feu­er­wehren. Mädchen und Jungen jeder Her­kunft sind in den Jugend­feu­er­wehren will­kommen!“, betont die Bei­rats­vor­sit­zende des DFV.Der Deut­sche Feu­er­wehr­ver­band und sein BeiratDer Deut­sche Feu­er­wehr­ver­band ver­tritt die mehr als eine Mil­lion aktiven Angehörigen der Frei­wil­ligen Feu­er­wehren, der Berufs- und der Werk­feu­er­wehren. Seinen Beirat bilden Repräsen­tanten aus Politik, Wirt­schaft und Wis­sen­schaft. Sie beraten den DFV, stellen Kon­takte her und unterstützen ins­be­son­dere Pro­jekte. Dem Gre­mium gehören der­zeit 44 Persönlich­keiten an. Die Bei­rats­vor­sit­zende Claudia Craw­ford (43) leitet das Aus­landsbüro Ser­bien der Konrad-Ade­nauer-Stif­tung. Von 1994 bis 1998 war sie Bun­des­mi­nis­terin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, von 1990 bis 2005 gehörte sie dem Deut­schen Bun­destag an.