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Verbandsversammlung des Landesfeuerwehrverbands

Innen­mi­nister Heri­bert Rech: „Die Feu­er­wehr kann stolz sein auf ihre Arbeit zum Wohl der Bürger“

„Alle, die sich im baden-württem­ber­gi­schen Feu­er­wehr­wesen enga­gieren und Ver­ant­wor­tung tragen, können auf ihre Arbeit stolz sein. In den Gemeinden, in den Stadt- und Land­kreisen, in den Regie­rungs­be­zirken, im gesamten Land leisten die Feu­er­wehr­angehörigen Enormes und bewirken viel Gutes.“ Das sagte Innen­mi­nister Heri­bert Rech bei der Ver­bands­ver­samm­lung des Lan­des­feu­er­wehr­ver­bands am Samstag, 24. Oktober 2009, in Sig­ma­rin­gen­dorf.Ihr breites Ein­satz­spek­trum habe die Feu­er­wehr im ver­gangen Jahr beim NATO-Gipfel in Baden-Baden, Kehl und Straßburg zum 60-jährigen Bestehen des Ver­tei­di­gungsbündnisses ein­drucks­voll unter Beweis gestellt. Dieses Gip­fel­treffen habe nicht nur die Polizei des Landes Baden-Württem­berg vor eine außeror­dent­liche Her­aus­for­de­rung gestellt, son­dern auch die Orga­ni­sa­tionen der nicht­po­li­zei­li­chen Gefah­ren­ab­wehr. Rund 10.000 Ein­satzkräfte von Feu­er­wehr und Kata­stro­phen­schutz seien über den Ver­an­stal­tungs­zeit­raum bereit­ge­standen. Dass der NATO-Gipfel gut ver­laufen sei, liege vor allem an der pro­fes­sio­nellen Vor­be­rei­tung und der her­vor­ra­genden Zusam­men­ar­beit aller Betei­ligten. „Wenn 10.000 Hel­fe­rinnen und Helfer über drei Tage im Ein­satz sind, ohne dass in dieser Zeit ein Unfall zu beklagen ist, ist dies ein Zei­chen der hohen Qualität und Pro­fes­sio­nalität unserer Ein­satzkräfte bei Feu­er­wehr und Kata­stro­phen­schutz“, sagte Rech.Ein wei­teres Thema, das die Feu­er­wehr im Land sehr beschäftigt habe, sei die Ände­rung des Feu­er­wehr­ge­setzes gewesen. Nach über 20 Jahren habe die Lan­des­re­gie­rung Anfang Oktober dem Landtag erst­mals wieder einen Ent­wurf für eine umfang­reiche Neu­re­ge­lung vor­ge­legt. Seit der letzten großen Novelle im Jahr 1986 seien in sechs Ände­rungen ledig­lich ein­zelne Bestim­mungen des Gesetzes ange­passt worden. „Unser Feu­er­wehr­ge­setz und unser Feu­er­wehr­system haben über mehr als fünfzig Jahre sehr gut funk­tio­niert. Fol­ge­richtig über­rascht der Geset­zes­ent­wurf nicht mit spek­takulären struk­tu­rellen Ände­rungen. Derer bedarf es nicht. Unser Feu­er­wehr­wesen steht und es funk­tio­niert“, betonte Rech. Die Regie­rung habe jedoch bewusst an einigen Stell­schrauben gedreht, um auch künftig den Her­aus­for­de­rungen erfolg­reich begegnen zu können, die sich aus der demo­gra­phi­schen und der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung ergeben würden. Der Gesetz­ent­wurf ent­halte rund 90 sub­stan­zi­ellen Ände­rungen. Diese Viel­zahl sei nicht zuletzt das Ergebnis der mit dem Feu­er­wehr­ge­setz ver­bun­denen Geset­zes­fol­gen­abschätzung. An dem Ver­fahren seien beson­ders der Lan­des­feu­er­wehr­ver­band, die Kreis­brand­meister, der Städtetag, der Gemein­detag und der Land­kreistag, meh­rere Feu­er­wehr­kom­man­danten, Ver­wal­tungs­mit­ar­beiter sowie Mit­ar­bei­te­rinnen und Mit­ar­beiter der Lan­des­feu­er­wehr­schule betei­ligt gewesen.„Um den hohen Stand der Aus­bil­dung und die pro­fes­sio­nelle Arbeit der Feu­er­wehr­frauen und -männer im Land auf künftig zu garan­tieren, inves­tieren wir in den kom­menden Jahren durch den Neubau der Lan­des­feu­er­wehr­schule weniger in Fahr­zeuge, als viel­mehr in die Men­schen in unseren Feu­er­wehren“, so Rech. Die Unter­brin­gungs­be­din­gungen und der tech­ni­schen Zustand der Gebäude seien nicht mehr zeitgemäß, die Moder­ni­sie­rung und Reno­vie­rung hätte 25 Mil­lionen Euro gekostet. Dieser Summe stünden Kosten zwi­schen 33 und 36 Mil­lionen Euro für einen Neubau gegenüber. Das sei letzt­lich die wirt­schaft­li­chere Lösung, auch des­halb, weil die gesamte Schule an einen Standort zusam­men­ge­legt werde. Bei einer Finan­zie­rung über sechs Jahre seien jährlich rund fünf Mil­lionen Euro nötig. Dem­entspre­chend habe die Lan­des­re­gie­rung die Rea­li­sie­rung und Finan­zie­rung des Pro­jekts, begin­nend ab dem Jahr 2010, beschlossen.„Ich danke allen ehren­amt­li­chen und haupt­amt­li­chen Feu­er­wehr­angehörigen in den Frei­wil­ligen Feu­er­wehren, in den Berufs-, den Werk­feu­er­wehren und in den Jugend­feu­er­wehren für ihren Ein­satz. Diese Männer und Frauen sind es, die jährlich rund 100.000 Einsätze der Feu­er­wehren in Baden-Württem­berg erfolg­reich bewältigen und damit in vor­bild­li­cher Weise die Sicher­heit unserer Bürge­rinnen und Bürger garan­tieren“, sagte Rech.

Quelle: Innen­mi­nis­te­rium