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Veränderung bei Versorgung nicht zu Lasten des Notrufs

von Medienteam KFV Heilbronn

DFV und AGBF bund zu Plänen des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ters Jens Spahn

„Wir begrüßen grundsätzlich Über­le­gungen zur Opti­mie­rung der ambu­lanten Ver­sor­gung. Ver­bes­se­rungen bei der Ser­vice­nummer 116117 dürfen jedoch nicht zu Lasten der Qualität der Not­ruf­nummer 112 gehen“, betonen Hartmut Ziebs, Präsident des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes (DFV), und Jochen Stein, Vor­sit­zender der Arbeits­ge­mein­schaft der Leiter der Berufs­feu­er­wehren in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land (AGBF bund) zu aktu­ellen Plänen des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ters Jens Spahn. Hin­ter­grund ist eine Emp­feh­lung des Sach­verständi­gen­rates zur Begut­ach­tung der Ent­wick­lung im Gesund­heits­wesen zur bedarfs­ge­rechten Koor­di­nie­rung ambu­lanten Ver­sor­gung über Inte­grierte Leit­stellen. DFV und AGBF bund beziehen nun in einer gemein­samen Posi­tion Stel­lung zur Über­nahme der Ser­vice­nummer 116117 durch die bestehenden inte­grierten Leit­stellen für Feu­er­wehr, Ret­tungs­dienst und Kata­stro­phen­schutz.

„Die in diesem Zusam­men­hang ent­wi­ckelte Emp­feh­lung des Sach­verständi­gen­rats zur Ein­rich­tung von Inte­grierten Leit­stellen, in denen die Not­ruf­nummer 112 und die Ser­vice­num­mern 116117 (Not- und Bereit­schafts­dienst der Kassenärzt­li­chen Ver­ei­ni­gungen) zusam­men­laufen, sollte unter Betei­li­gung von DFV und AGBF, den kom­mu­nalen Spit­zen­verbänden, den gesund­heits­po­li­ti­schen Akteuren sowie den Gesund­heits- und Innen­po­li­ti­kern auf der Bundes- und Lan­des­ebene ergeb­nis­offen beraten werden“, heißt es in der gemein­samen Posi­tion. Eine Betei­li­gung an den bis­he­rigen Bera­tungen hat nicht statt­ge­funden.

„In die Dis­kus­sion können so das prak­ti­sche Wissen und die jahr­zehn­te­lange Erfah­rung aus den Leit­stellen unseres Landes ein­ge­bracht werden, in denen qua­li­fi­zierte Mit­ar­bei­te­rinnen und Mit­ar­beiter täglich her­vor­ra­gende Arbeit für die Bürge­rinnen und Bürger leisten“, erklären Ziebs und Stein. Es sei darüber hinaus zu berücksich­tigen, dass die über­wie­gend von den Feu­er­wehren getra­gene Leit­stel­len­struktur bun­des­weit stark dif­fe­riere.

„Wir brau­chen auch zukünftig eine Gefah­ren­ab­wehr aus einer Hand. Diese kann um die Auf­gaben des kassenärzt­li­chen Bereit­schafts­dienstes ergänzt werden, wenn die Leis­tungsfähig­keit zur Hil­fe­leis­tung bei lebens­be­droh­li­chen Lagen dabei erhalten bleibt“, resümieren DFV und AGBF bund. Die Posi­tion steht unter www.feuerwehrverband.de/positionen.html zum Down­load bereit.

Quelle: Deut­scher Feu­er­wehr­ver­band