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Rauchmelder sind Lebensretter - vor allem nachts

Stadt- und Landkreis Heilbronnvon Kreisfeuerwehrverband Heilbronn

Freitag, der 13. ist in Deutsch­land längst kein Unglückstag mehr, son­dern bereits zum sechsten Mal bun­des­weiter Rauch­mel­dertag.

"Die meisten Toten bei Woh­nungsbränden gibt es in der Nacht", weiß Innen­mi­nister Rein­hold Gall, Vor­sit­zender des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Heil­bronn. Wenn der Geruchs­sinn schläft, erweisen sich die kleinen Geräte als Lebens­retter. Sie erkennen den Brand­rauch frühzeitig, warnen die Bewohner und schenken so lebens­ret­tende Minuten. Der stell­ver­tre­tende Ver­bands­vor­sit­zende, Heil­bronns Feu­er­wehr­kom­man­dant Eber­hard Jochim redet Klar­text: "Es ist eine irrige Annahme, dass Men­schen oder Tiere vom Brand­rauch auf­wa­chen." 95% der Brand­toten sterben nicht am Feuer son­dern an den Folgen einer Rauch­gas­ver­gif­tung durch das völlig geruch­lose Koh­len­mon­oxid schon wenige Atemzüge davon sind tödlich.

Am diesjährigen Rauch­mel­dertag appel­lieren Feu­er­wehren und Schorn­stein­feger außerdem an die Ver­brau­cher, gekaufte Rauch­melder auch richtig zu instal­lieren.

Rauch­melder im Schrank?

Zu den wich­tigsten Kri­te­rien einer fach­ge­rechten Instal­la­tion gehört, dass ein Rauch­melder unter der Zim­mer­decke, möglichst in der Raum­mitte mon­tiert wird, dabei immer in waa­ge­rechter Posi­tion. Der verhängnis­vollste Fehler ist Nachlässig­keit. "Ein Rauch­melder im Schrank oder in der Schub­lade ist wertlos", so Volker Lang, Pres­se­spre­cher des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes.

Rauch­melder sollten min­des­tens in Schlaf- und Kin­der­zim­mern sowie in Fluren instal­liert werden. Eine Instal­la­tion opti­scher Rauch­warn­melder in Räumen, in denen nor­ma­ler­weise starker Dampf und Staub ent­steht (Küche, Bad, Hob­by­keller), ist hin­gegen zu ver­meiden.

Rauch­melder schützen auch die Gesund­heit

Neben rund 600 Brand­toten in ganz Deutsch­land gab es auch 54.000 leicht- bis mit­tel­schwer­ver­letzte und knapp 6.000 schwer­ver­letzte Men­schen, die oft­mals lebens­lang an den Folgen ihrer Brand­ver­let­zungen leiden. Ebenso erleidet eine Viel­zahl von Per­sonen gesund­heit­liche Spätschäden der Lunge durch die gif­tigen Rauch­gase.