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Koalitionsvertrag nimmt Kernforderungen des DFV auf

von Deutscher Feuerwehrverband

„Der heute beschlos­sene Koali­ti­ons­ver­trag enthält zwei wesent­liche Ver­spre­chen, um den flächen­de­ckenden Schutz der Bevölke­rung zu stärken: die Moder­ni­sie­rung der Warn­me­cha­nismen und die Ver­bes­se­rung des Straßenver­kehrs­ge­setzes, damit ehren­amt­liche Feu­er­wehr­leute künftig wieder ohne zusätzliche bürokra­ti­sche Hürden Ein­satz­fahr­zeuge lenken dürfen. Beides ist gut für die Sicher­heit. Damit haben zwei unserer Kern­for­de­rungen Ein­gang in das Regie­rungs­pro­gramm der nächsten Legis­la­tur­pe­riode gefunden“, sagt Hans-Peter Kröger, Präsident des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes (DFV).

„Die verlässliche War­nung der Men­schen bei großflächigen Gefah­ren­lagen – zum Bei­spiel bei Hoch­wasser oder vor Gift­wolken – ist noch immer ein Pro­blem. Der Koali­ti­ons­ver­trag gibt Hoff­nung für eine zeitgemäße Lösung zum Ersatz des ehe­ma­ligen Sire­nen­netzes. Wir sind über­zeugt, dass funk­ge­steu­erte Heim­rauch­melder dazu bei­tragen werden“, erläutert Kröger.

Auch die im Koali­ti­ons­ver­trag beschlos­sene wei­tere Entbürokra­ti­sie­rung beim Fahr­erlaub­nis­recht ist für den Spit­zen­ver­band der 1,3 Mil­lionen Feu­er­wehr­leute in Deutsch­land geboten. Kröger: „Vor der Wahl konnten wir in zähem Ringen einen Feu­er­wehrführer­schein durch­setzen, damit die EU-Beschränkungen für junge Fahrer nicht die Exis­tenz kleiner Feu­er­wehren gefährden. Unser dau­er­haftes Ziel bleibt die Aner­ken­nung der Feu­er­wehr als Teil des Kata­stro­phen­schutzes im Sinne der Europäischen Führer­schein­richt­linie und darauf beru­hend eine gene­relle Befreiung für Inhaber des Pkw-Führer­scheins bis 7,5 Tonnen zulässiges Gesamt­ge­wicht. Dieses Ziel wollen wir gemeinsam mit der Mehr­heit im Deut­schen Bun­destag und der neuen Bun­des­re­gie­rung auch errei­chen.“

„Beson­ders wichtig ist uns das Bekenntnis zum ehren­amt­li­chen Enga­ge­ment in den Feu­er­wehren und den Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen, das im Koali­ti­ons­ver­trag als vor­bild­haft für die Gesell­schaft her­vor­ge­hoben wird und dau­er­haft unterstützt werden soll. Dazu gehört für uns ins­be­son­dere die Fort­set­zung des Moder­ni­sie­rungs­pro­gramms der Kata­stro­phen­schutz­fahr­zeuge des Bundes“, betont Kröger.

„Die Feu­er­wehren sind aber nicht nur die stärkste Säule des Bevölke­rungs­schutzes. Sie ver­mit­teln auch authen­tisch Werte, sie sind Bestand­teil einer leben­digen Zivil­kultur, sie leisten eine starke Jugend­ar­beit, und sie haben noch großes Poten­zial in der Inte­gra­ti­ons­ar­beit im Sinne des Koali­ti­ons­ver­trages. Wir bieten der neuen Bun­des­re­gie­rung an, dieses Poten­zial zu nutzen“, sagt der DFV-Präsident weiter.

Der DFV begrüßt außerdem den geplanten Ausbau der Sicher­heits­for­schung unter Betei­li­gung aller rele­vanten Akteure, um die Sicher­heit von Bürgern, Gütern und Infra­struk­turen vor Ter­ro­rismus, Natur- und Umwelt­ka­ta­stro­phen zu schützen.