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Jahresstatistik der Feuerwehren 2015

von Medienteam KFV Heilbronn

„Das Ehrenamt bei der Feu­er­wehr kennt keine Alters­grenze. Von den Kin­der­ab­tei­lungen der Jugend­feu­er­wehren über die Ein­satz­ab­tei­lungen bis zu den Alters­ab­tei­lungen ist Feu­er­wehr in jedem Alter attraktiv“, so der stell­ver­tre­tende Minis­terpräsident und Innen­mi­nister Thomas Strobl bei der Vor­stel­lung der Feu­er­wehr­jah­res­sta­tistik 2015. Strobl dankte den Feu­er­wehr­frauen und Feu­er­wehrmännern und sprach ihnen seine beson­dere Aner­ken­nung aus. „Unsere 1.098 Gemein­de­feu­er­wehren sind höchst leis­tungsfähig – das haben sie auch im Jahre 2015 eindrücklich unter Beweis gestellt.“ Die Feu­er­wehren konnten bei ihren Einsätzen ins­ge­samt 9.272 (Vor­jahr: 8.142) Per­sonen retten und in Sicher­heit bringen.

Im Jahr 2015 leis­teten ins­ge­samt 109.964 Feu­er­wehr­frauen und Feu­er­wehrmänner aktiven Ein­satz­dienst in den Gemein­de­feu­er­wehren für die Sicher­heit der Bürge­rinnen und Bürger (Vor­jahr: 109.815). Der ganz über­wie­gende Teil davon ist aus­schließlich ehren­amt­lich tätig, nämlich 107.868 Frauen und Männer (Vor­jahr: 107.755), die ihren Dienst in den Frei­wil­ligen Feu­er­wehren ausüben. Die Zahl der weib­li­chen Feu­er­wehr-angehörigen hat sich im Ver­gleich zum Vor­jahr um 5,8 Pro­zent auf 5.460 erhöht.

Die Feu­er­wehr­angehörigen in den Ein­satz­ab­tei­lungen werden bei vielen Auf­gaben von erfah­renen Mit­glie­dern aus den Alters­ab­tei­lungen unterstützt. In den Alters­ab­tei­lungen sind aktuell 31.406 Feu­er­wehr­angehörige orga­ni­siert: Das sind 701 Feu­er­wehr­angehörige mehr als 2014. Sie werden vor allem in den Berei­chen Ver­sor­gung, Logistik, Kom­mu­ni­ka­tion und Werk-statt­dienste ein­ge­setzt. Die Aktion „65 plus - Senioren aktiv in unse-ren Feu­er­wehren“ zeigt Wir­kung: Sie ermöglicht es, das ehren­amt­liche Enga­ge­ment über den 65. Geburtstag hinaus zu verlängern, damit Wissen und Erfah­rung wei­ter­ge­geben werden können.

In Baden-Württem­berg sind 1.007 Jugend­feu­er­wehren aktiv. Damit gibt es in fast jeder Gemeinde eine Jugend­feu­er­wehr. Ins­ge­samt sind in den Kinder- und Jugend­gruppen in Baden-Württem­berg 29.043 (Vor­jahr: 28.388) Kinder und Jugend­liche aktiv. Der Anteil der Mädchen ist um 7,5 Pro­zent auf nun­mehr 4.623 erheb­lich gestiegen. Auch im Nach­wuchs­be­reich belegen die Zahlen den posi­tiven Trend. Die Über­nahmen der Jugend­li­chen beim Errei­chen der Alters­grenze in den aktiven Dienst garan­tieren den Fort­be­stand und die Leis­tungsfähig­keit der Ein­satz­ab­tei­lungen im gesamten Land.

Bei den 165 Werk­feu­er­wehren in Baden-Württem­berg sind 6.134 Feu­er­wehr­angehörige im Ein­satz. Davon sind 1.105 Werk­feu­er­wehr­leute haupt­amt­liche Kräfte. Der weitaus größere Teil ist in den Betrieben bei­spiels­weise als Schlosser, Elek­triker, Buch­halter oder Kraft­fahrer ange­stellt und über­nimmt im Ein­satz­fall zusätzlich Feu­er­wehr­auf­gaben.

Die Zahl der Einsätze und Alar­mie­rungen im Jahr 2015 ist mit 104.748 um fast elf Pro­zent höher als im Vor­jahr mit 94.577. Diese Stei­ge­rung beruht auf leichten Erhöhungen der Ein­satz­zahlen in allen Ein­satz­be­rei­chen. Eine ein­zelne Ursache oder gar ein Trend lassen sich daraus nicht ableiten.

Mit einem Anteil von 42,5 Pro­zent am Gesamt­ein­satz­auf­kommen stellt die Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung wie auch in den Vor­jahren den Haupt­ein­satz­be­reich der Feu­er­wehren dar.

In den letzten Jahren gab es ten­den­ziell immer weniger Großbrände. Dieser Trend hat sich im Jahr 2015 nicht fort­ge­setzt. Es waren 737 Großbrände zu bekämpfen, 88 mehr als im Vor­jahr. Die Brandbekämpfung hat gegenüber dem Vor­jahr um 12,8 Pro­zent zuge­nommen; sie hat einen Anteil von 17,9 Pro­zent an den Einsätzen.

Quelle: Innen­mi­nis­te­rium Baden-Württem­berg