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Hartmut Ziebs wird der nächste DFV-Präsident

Stadt- und Landkreis Heilbronnvon Medienteam KFV Heilbronn

Hartmut Ziebs wird der nächste Präsident des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes (DFV). Die 62. Dele­gier­ten­ver­samm­lung wählte den 57-jährigen Nord­rhein-West­falen heute mit überwälti­gender Mehr­heit als Nach­folger von Hans-Peter Kröger. Dieser hatte den Fach­ver­band der 1,3 Mil­lionen Feu­er­wehr­angehörigen zwölf Jahre lang geleitet.

Hartmut Ziebs freute sich über das Ver­trauen der 160 Dele­gierten aus ganz Deutsch­land und blickte in die Zukunft: „Lassen Sie mich dem DFV, den deut­schen Feu­er­wehren, wei­terhin eine starke Stimme in Berlin geben. Lassen Sie uns gemeinsam zukunfts­ori­en­tiert und inno­vativ eine moderne Feu­er­wehr gestalten.“

Der selbstständige Gerüstbau-Unter­nehmer aus Schwelm (NRW) ist seit 2003 Vizepräsident im DFV. Fach­liche Schwer­punkte setzte Diplom-Inge­nieur Ziebs seitdem in den Berei­chen Aus­bil­dung, Ein­satz/Löschmittel/Umwelt­schutz, For­schung und Vor­beu­gender Brand­schutz. Zudem ist er DFV-Ver­treter in der Fach­gruppe „Feu­er­wehren-Hil­fe­leis­tung“ der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung. Seine Feu­er­wehr-Kar­riere star­tete Hartmut Ziebs als 18-Jähriger in der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Schwelm, deren Leiter er später wurde. Seit 2002 ist er Bezirks­brand­meister im Regie­rungs­be­zirk Arns­berg.

„Das System der hel­fenden Hände dau­er­haft leis­tungsfähig zu erhalten, war mein Pro­gramm beim Amts­an­tritt. An der grundsätzli­chen Bedeu­tung dieses Vor­ha­bens hat sich bis heute nichts geändert“, resümierte der schei­dende DFV-Präsident Hans-Peter Kröger in seiner Rede vor den rund 350 Gästen – den Dele­gierten sowie Ver­tre­tern aus Politik, Wirt­schaft und Verbänden. In Schlag­lich­tern beleuch­tete er Themen wie die ergänzende Bun­des­aus­stat­tung im Kata­stro­phen­schutz, Auf­wands­entschädigungen oder das Enga­ge­ment der Feu­er­wehren in der aktu­ellen Flücht­lings­si­tua­tion.

Bun­des­in­nen­mi­nister Dr. Thomas de Maizière würdigte die Ver­dienste von Hans-Peter Kröger: „Sie gaben dem Ver­band eine Neu­aus­rich­tung und trieben ziel­ge­richtet die poli­ti­sche Ver­net­zung voran. Sie waren immer am Puls der Zeit – manchmal sogar dieser voraus.“ Der Bun­des­mi­nister dankte Kröger im Namen der Bun­des­re­gie­rung für sein „außeror­dent­li­ches Enga­ge­ment und die große Lebens­leis­tung“.

Hans-Peter Kröger, 62-jähriger Ver­wal­tungs­oberrat aus Kaköhl (Schleswig-Hol­stein), war zunächst von 1999 an Vizepräsident des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes, ehe er 2003 zum Präsidenten gewählt wurde. Dem Vor­sit­zenden der Stif­tung „Hilfe für Helfer“ und des Ver­eins Deut­sches Feu­er­wehr-Museum lag unter anderem die soziale Absi­che­rung der Feu­er­wehr­angehörigen am Herzen. Die 62. Dele­gier­ten­ver­samm­lung ernannte Hans-Peter Kröger zum Ehrenpräsidenten des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes. Die Übergabe der Amts­geschäfte an Hartmut Ziebs findet zum 1. Januar 2016 statt.

Karl-Heinz Knorr und Lars Osch­mann werden Vizepräsidenten

Lars Osch­mann wird als neuer Vizepräsident für die Frei­wil­ligen Feu­er­wehren den vakant gewor­denen Platz im Präsidium besetzen. Der 43-jährige Fach­an­walt für Straf­recht ist seit 2000 Vor­sit­zender des Thüringer Feu­er­wehr­ver­bandes. Meh­rere Jahre war er zudem Vor­stands­mit­glied des Förder­kreises des DFV sowie Kura­to­ri­ums­mit­glied der Stif­tung „Hilfe für Helfer“ des DFV.

Als neuen Vizepräsidenten für die Bun­des­gruppe Berufs­feu­er­wehr wählten die Dele­gierten Karl-Heinz Knorr. Der 51-jährige Leiter der Feu­er­wehr Bremen war meh­rere Jahre Vor­sit­zender der Arbeits­ge­mein­schaft der Leiter der Berufs­feu­er­wehren in Deutsch­land (AGBF-Bund), deren stell­ver­tre­tender Vor­sit­zender er immer noch ist. Zudem ist Knorr Vor­stands­mit­glied des Lan­des­feu­er­wehr­ver­bandes Bremen. Er über­nimmt den Posten von Ludwig Geiger. Der Brand­di­rektor aus dem thürin­gi­schen Gera war seit 2006 im DFV-Präsidium aktiv. Die 62. Dele­gier­ten­ver­samm­lung ernannte Ludwig Geiger zum Ehren­mit­glied des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes.

Bild: Hartmut Ziebs (Foto: DFV)

Quelle: Deut­scher Feu­er­wehr­ver­band