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Hartmut Ziebs: "Schluss mit der Schaulust!"

von Medienteam KFV Heilbronn

Der Bun­desrat berät heute über eine Straf­rechts­verschärfung zur Bestra­fung von Gaf­fern. „Die Bun­des­rats­in­itia­tive zum ,Gaffer-Gesetz‘ ist ein Schritt in die rich­tige Rich­tung, löst aber das Pro­blem nicht“, stellt Hartmut Ziebs, Präsident des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes (DFV), fest. Der nie­dersächsi­sche Antrag beab­sich­tigt die Einführung eines neuen Para­gra­phen zur Ahn­dung der Behin­de­rung von Einsätzen. Erst­mals soll zudem das Foto­gra­fieren von toten Unfall­op­fern unter Strafe gestellt werden.

„Es muss allen Men­schen klar sein: Gaffen ist men­schen­ver­ach­tend. Schluss mit der Schau­lust!“, erklärt Ziebs. „Wir brau­chen eine stärkere Sen­si­bi­li­sie­rung der Bevölke­rung für das Leid von Unfall­op­fern – da besteht Nach­hil­fe­be­darf. Gesetzesände­rungen sind als flan­kie­rende Maßnahmen sinn­voll, rei­chen aber alleine nicht aus“, ergänzt der Ver­bandspräsident.

Der Deut­sche Feu­er­wehr­ver­band will zu einem Runden Tisch zur Pro­ble­matik ein­laden. Hier sollen Ver­ant­wort­liche aus der Politik, dem Bevölke­rungs­schutz, den Straf­ver­fol­gungsbehörden und den Medien gemeinsam an einem ganz­heit­li­chen Kon­zept gegen Gaffer arbeiten.