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Große Hitze belastet Einsatzkräfte

Bun­des­feu­er­wehrärzte warnen vor Wärme­be­las­tung und geben Tipps

Die Wet­ter­mel­dungen für die nächsten Tage pro­gnos­ti­zieren ein extrem heißes Wochen­ende mit Tem­pe­ra­turen bis zu 38°C. Ins­be­son­dere für Feu­er­wehr- und Ret­tungskräfte bedeutet dies im Ein­satz­fall eine enorme körper­liche Belas­tung, auf die Bun­des­feu­er­wehr­arzt Dr. Hans-R. Paschen und sein Stell­ver­treter Klaus Fried­rich ausdrücklich hin­weisen.

Nicht nur die erhöhte Ozon­be­las­tung und direkte Son­nen­ein­strah­lung ins­be­son­dere auf den Kopf sind Ursa­chen für eine gestie­gene Belas­tung in den kom­menden Tagen. Auch starkes Schwitzen kann zu einer gefährli­chen Dehy­drat­a­tion (Was­ser­ver­lust) mit Elek­tro­lytstörungen und einer Kreis­lauf­dys­re­gu­la­tion (Hit­ze­kol­laps) kommen. Die Folgen rei­chen vom Kopf­schmerz, Schwindel. Übel­keit, Erbre­chen, bis hin zu Verände­rungen des Bewusst­seins, Krampfanfällen und Kreis­lauf­still­stand.

Diese Pro­ble­matik wird beson­ders unter Ein­satz­be­din­gungen enorm verstärkt. Das Tragen schwerer Schutz­klei­dung, die verstärkte körper­liche Anstren­gung bei­spiels­weise unter Atem­schutz oder auch psy­chi­sche Druck erhöhen die Belas­tungen.

Beson­ders Ein­satzführungskräfte sollten des­halb unbe­dingt die fol­genden neun Sicher­heits­rat­schläge der Bun­des­feu­er­wehrärzte beachten:

  • Ein­satz­zeiten und körper­li­chen Belas­tungen auf das Not­wen­digste zu beschränken!
  • Halten Sie aus­rei­chend Getränke und Obst im Ein­satz­fahr­zeug vor!
  • Großzügige Flüssig­keits­zu­fuhr vor, während und nach dem Ein­satz!
  • Die tägliche Trink­menge sollte bei gesunden Ein­satzkräften min­des­tens drei Liter betragen! Diese ist kon­ti­nu­ier­lich in kleinen Por­tionen auf­zu­nehmen!
  • Nach einem Atem­schutz­ein­satz sollte die Trink­menge um wei­tere ein­ein­halb Liter erhöht werden!
  • Schaffen von schat­tigen und kühlen Ruheplätzen und Kräfte­sam­mel­stellen!
  • Passen Sie die Ein­satz­schutz­be­klei­dung den Not­wen­dig­keiten an.
  • Frühzeitig an die Anfor­de­rung ablösender Kräfte denken!
  • Achten Sie auch auf einen kon­se­quenten UV-Schutz (Schutz­mittel mit hohem Licht­schutz­faktor, Son­nen­brille etc.)!

Quelle: Deut­scher Feu­er­wehr­ver­band