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Gewalt gegen Retter gesellschaftlich ächten

von Medienteam KFV Heilbronn

Anlässlich der am Mitt­woch begin­nenden Innen­mi­nis­ter­kon­fe­renz im Saar­land mahnt der Deut­sche Feu­er­wehr­ver­band (DFV) noch­mals mehr Schutz und gesell­schaft­liche Unterstützung an, um Ein­satzkräfte vor Gewalt zu schützen.

DFV-Präsident Hartmut Ziebs sagt: „Feu­er­wehr­frauen und -männer werden immer wieder Opfer sinn­loser Gewalt, obwohl sie oft­mals ihr Leben ris­kieren, um Men­schen zu retten. Wenn Chaoten nicht einmal vor Feu­er­wehr­leuten Halt machen, ist der Gesetz­geber auf­ge­rufen, uns besser zu schützen. Wir begrüßen des­halb ausdrücklich den Vorstoß Hes­sens und des Saar­lands, Angriffe auf Ret­tungskräfte schärfer zu ahnden.“

Die Innen­mi­nister der beiden Länder möchten den so genannten Schutz­pa­ra­grafen 113 im Straf­ge­setz­buch ändern. Überg­riffe auf Poli­zisten und Ret­tungskräfte sollen dann zwin­gend zu einer Frei­heits­strafe führen. „Wir brau­chen dieses deut­liche Signal. Außerdem muss die Justiz den bestehenden Straf­rahmen ausschöpfen“, betont Ziebs.

„Die Risiken für Feu­er­wehr­angehörige im Ein­satz sind schon so groß genug. Wenn die Gefahr durch völlig überflüssige Angriffe weiter steigt, kann dies vor allem im ehren­amt­li­chen Bereich auch zu einer Ver­rin­ge­rung des Enga­ge­ments führen“, warnt der Feu­er­wehr-Präsident. Ziebs hält des­halb auch einen gesell­schaft­li­chen Verände­rungs­pro­zess für nötig: „Es muss ein Umdenken ein­setzen. Feu­er­wehr muss wieder stärker als Bürger­initia­tive wahr­ge­nommen werden, die aus der Mitte der Gesell­schaft heraus getragen wird. In diesem Sinne muss Gewalt gegen Feu­er­wehr­frauen und -männer gesell­schaft­lich deut­li­cher als bisher geächtet werden.“